Für Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko ist es schon der 23. WM-Kampf. Alle Achtung, kann man da nur sagen. Die schwerste Prüfung rund um den Fight am 4. Mai in der Mannheimer SAP-Arena hat er schon hinter sich.
Bei der Vorstellung der Veranstaltung musste er am vergangenen Mittwoch den Fotografen gleich einen ganzen Packen Weltmeistergürtel entgegenhalten, verliehen von den ehrenwerten Verbänden IBF, IBO, WBO und WBA. Das summiert sich, da kann man gleich den Bizeps trainieren. Der Gegner war auch da. Er heißt Francesco Pianeta, ein in Gelsenkirchen geborener Italiener, der Klitschko zuletzt als Sparringspartner diente.
Am ersten Tag des Vorverkaufs gingen 3000 Kampf-Tickets über den Tresen, das billigste für 57 Euro, und wenn RTL im Mai das Ganze überträgt, werden 13.000 Leute in der Halle und bis zu zehn Millionen vor dem Fernseher sitzen - und das ist die wahre Glanzleistung von Klitschko und seinem Management: einen WM-Kampf gegen einen Boxer wie Pianeta so zu verpacken, dass ihn alle kaufen.
Leider funktioniert das nur im Boxen, sonst könnte die spanische Fußballnationalelf in einer freiwilligen WM-Titelverteidigung auch gegen Arminia Bielefeld antreten.