http://www.faz.net/-gtl-8v0a5

Weltcup in Kermanschah : Iranisch-amerikanisches Ringen

  • Aktualisiert am

Weltklasseringen: Der amerikanische Olympiasieger Jordan Burroughs (l.) kann sich knapp der Angriffe des Iraners Peyman Yarahmadi erwehren Bild: AFP

Es geht auch friedlich und mit gegenseitigem Respekt: Beim Mannschafts-Weltcup der Ringer in Kermanschah bestreiten Iraner und Amerikaner das Finale. In Iran sorgen sie für Begeisterung.

          Die iranischen Ringer haben den Freistil-Weltcup gewonnen. Im Finale am Freitag in der Imam-Chomeini-Halle im westiranischen Kermanschah setzten sich die Gastgeber mit 5:3 gegen das amerikanische Freistilteam durch. Für eine Überraschung sorgte jedoch der Amerikaner David Taylor im Mittelgewicht. Er besiegte den einheimischen Superstar Hassan Jasdani. Auch der amerikanische Ausnahmeringer Jordan Burroughs gewann in der Klasse bis 74 Kilogramm seinen Kampf.

          Der Weltcup war im Vorfeld von politischen Querelen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten belastet. Nach dem vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump verhängten Einreiseverbot für Iraner, entschied sich zunächst auch die Führung in Teheran für einen Visastopp für Amerikaner und somit auch für die Ringer. Der iranische Ringerverband setzte sich aber erfolgreich für eine Einreise der Amerikaner ein.

          Der Weltcup ist einer der Höhepunkte im Ringerjahr und der bedeutendste Mannschaftswettbewerb. Die besten acht Ringernationen der Welt dürfen ein Team zu dem Wettbewerb entsenden, der seit vielen Jahren stets in Iran stattfindet, wo die besten Ringer der Welt unabhängig von ihrer Herkunft verehrt werden.

          Am 16. und 17. März findet ebenfalls in Iran der Weltcup im griechisch-römischen Stil statt. Anders als bei den Freistilspezialisten ist erstmals seit vielen Jahren auch ein deutsches Team um den Olympiadritten Denis Kudla qualifiziert.

          Weitere Themen

          Ruhani kritisiert Sittenpolizei

          Irans Präsident : Ruhani kritisiert Sittenpolizei

          Die Förderung der Tugend funktioniere nicht über Gewalt, sagte der iranische Präsident. Anlass ist wohl ein Video, in dem eine Sittenwächterin eine Frau schlägt, deren Kopftuch die Haare nicht komplett bedeckt.

          Topmeldungen

          Zum Tod von DJ Avicii : Tanzen bis zum Ende

          Er galt als der Posterboy der neuen Elektromusik, als Pionier und Außenseiter zugleich. Am Freitag starb der schwedische DJ Avicii im Oman. Die Schattenseiten seines Lebens kannten nur wenige.

          F.A.S. Exklusiv : „Kim Jong-un muss Sanktionen loswerden“

          Nordkorea strebt nach Ansicht von Rüdiger Frank Wirtschaftshilfe an. Als Gegenleistung könne Pjöngjang Waffeninspekteure ins Land lassen, sagt der Nordkorea-Fachmann im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          iPhone in der Krise? : Apple-Aktie fällt um 7 Prozent

          Die Gerüchte über ein mögliches Abflauen des Smartphone-Booms lassen auch Apple nicht unberührt. An der Börse macht sich Unruhe breit – aber sind das vielleicht Sorgen auf sehr hohem Niveau?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.