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Alex Gilady : IOC-Mitglied wird Vergewaltigung vorgeworfen

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Die Ethik- und Compliance-Beauftragte des IOC, Pâquerette Girard Zappelli, untersucht die Vorwürfe der Vergewaltigung und sexueller Übergriffe. Bild: dpa

Nach den Vorwürfen der Vergewaltigung und sexueller Übergriffe ist IOC-Mitglied Alex Gilady als Präsident der israelischen Mediengruppe Keshet zurükgetreten. Auch das IOC untersucht die Vorwürfe.

          Die Ethik- und Compliance-Beauftragte des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Pâquerette Girard Zappelli, untersucht Vorwürfe der Vergewaltigung und sexueller Übergriffe, die gegen IOC-Mitglied Alex Gilady erhoben werden. Gilady, seit 1994 IOC-Mitglied, war am Donnerstag als Präsident der von ihm gegründeten israelischen Mediengruppe Keshet zurückgetreten, nachdem in israelischen Medien mehrere Frauen Vergewaltigungsvorwürfe gegen Gilady erhoben hatten.

          Die Taten sollen zwischen den siebziger und neunziger Jahren geschehen sein. Diese Vorwürfe bestreitet Gilady. Er betonte, sein Rücktritt sei vorübergehend. Bereits in der vergangenen Woche hatten zwei israelische Journalistinnen Gilady sexuell motivierte Übergriffe vorgeworfen. Zu den Vorwürfen der Kolumnistin Neri Livneh, die für die Tageszeitung „Ha’aretz“ schreibt, sagte Gilady in einer öffentlichen Stellungnahme: „Neris Worte sind im Wesentlichen wahr.“

          Gilady, der seine Karriere als Sportjournalist begonnen hatte und ein Vertrauter des früheren IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch war, arbeitete jahrzehntelang in führender Position beim amerikanischen Olympia-Rechteinhaber „NBC Sports“. Er ist der Vizevorsitzende der IOC-Koordinierungskommission für die Sommerspiele 2020 in Tokio. Das Ergebnis der Untersuchung soll der Ethikkommission unter Vorsitz des früheren Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, vorgelegt werden, teilte ein IOC-Sprecher mit.

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