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IOC-Entscheidung Turnerin erst 14: China verliert Olympia-Bronze

28.04.2010 ·  Das Internationale Olympische Komitee hat Chinas Turnerinnen die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb der Olympischen Spiele in Sydney 2000 aberkannt. Eine Turnerin hatte nach IOC-Angaben nicht das geforderte Mindestalter von 16 Jahren.

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Manipulation bewiesen, China vom IOC bestraft: Die Turn-Nation China muss die im Jahr 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney gewonnene Bronzemedaille des Frauenteams zurückgeben. Das entschied die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees IOC am Mittwoch in Dubai. Das IOC reagierte damit auf die nachgewiesene Altersmanipulation von Dong Fanxiao, die zum Zeitpunkt der Spiele 14 Jahre alt war, von den Chinesen aber mit einem Alter von 17 Jahren ausgewiesen wurde. Turnerinnen bei Olympischen Spielen müssen seit 1997 mindestens 16 Jahre alt sein.

„Das IOC ist in seiner Entscheidung der Empfehlung des Weltverbandes Fig gefolgt“, erklärte IOC-Sprecher Mark Adams. Die Bronzemedaille erhält nun das Team der Vereinigten Staaten. Wann die Übergabe der Plaketten erfolgt, ist laut Adams noch unklar. Die Fig hatte nach den 16-monatigen Nachforschungen einer Disziplinarkommission den Regelverstoß bewiesen und auch eigene Sanktionen erlassen.

Neben der Bronzemedaille im Team hatte Dong auch in den Finals am Sprung und Boden die Plätze sechs und sieben belegt, auch diese wurden aus den Ergebnislisten getilgt. „Ich bin erfreut über die IOC-Entscheidung. Sie dient der Erhaltung der Gesundheit junger Sportler und unterstützt die Anstrengungen der Fig für mehr Gerechtigkeit im Sport“, sagte Fig-Präsident Bruno Grandi (Italien). Zu den Sanktionen der Fig gehörte auch, dass alle Ergebnisse von Dong Fanxiao bei der Turn-WM 1999 in Tianjin, aus der Weltcup-Serie 1999/2000 sowie vom Weltcup-Finale 2000 in Glasgow aus den Listen gestrichen wurden.

Keinen Beweis im Fall der Turnerin Yang Yun

Der chinesische Turn-Verband hatte nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der Disziplinarkommission lediglich sein tiefes Bedauern über den Fall geäußert, der angeblich bisher aus Mangel an Beweisen im Lande nicht geklärt werden konnte. Ob die Chinesen nun die Entscheidung des IOC vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas anfechten werden, war am Mittwoch noch unklar.

Der Verband Chinas muss sämtliche Kosten des Verfahrens tragen, das bei den Olympischen Spielen in Peking in Zusammenhang mit der Altersdiskussion um die chinesische Goldriege ausgelöst worden war. Bei den Spielen in China hatte sich Dong als technische Hilfskraft mit einem Geburtsdatum vom 23. Januar 1986 beworben und sich damit selbst der Lüge überführt. In den Karteien von Fig und IOC war sie bislang mit dem Geburtsdatum 20. Januar 1983 registriert gewesen.

Keinen Beweis hatte die dreiköpfige Fig-Kommission hingegen im Fall der Turnerin Yang Yun gesehen, die schon 2007 in einem Fernsehinterview mit dem Sender China Central TV5 selbst angegeben hatte, in Sydney noch nicht das Mindestalter von 16 Jahren erreicht zu haben. Sie hatte behauptet, dort erst 14 Jahre alt gewesen zu sein. Für die Fig galt das Interview nicht als hinreichender Beweis.

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