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Montag, 13. Februar 2012
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Hockey-WM: Finale Kein dritter Streich gegen Australien

13.03.2010 ·  Deutschlands Hockey-Herren haben den WM-Hattrick verpasst. Im Endspiel der Weltmeisterschaft in Neu-Delhi verlor die Auswahl von Bundestrainer Markus Weise das Endspiel gegen den Turnier-Favoriten Australien knapp mit 1:2.

Von Peter Penders
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Am Ende sanken die deutschen Spieler enttäuscht zu Boden, völlig entkräftet nach einem mitreißenden Finale der Hockey-Weltmeisterschaft in Neu-Delhi. Der Titel-Hattrick blieb der Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) versagt, nach den Triumphen in Malaysia 2002 (2:1) und in Mönchengladbach (4:3) setzte sich diesmal das zuvor jeweils unterlegene Australien vor 13.000 begeisterten Zuschauern in Indien 2:1 durch. Luke Doerner gelang sechs Minuten vor dem Abpfiff mit einer Strafecke das entscheidende Tor in einer Phase, als die Deutschen drauf und dran schienen, selbst den Führungstreffer zu erzielen.

„Ich bin unglaublich stolz auf diese Mannschaft“, sagte Bundestrainer Markus Weise, der seine Spieler nach dem Abpfiff erst einmal trösten musste. Mit viel Leidenschaft hatte sich seine nach dem Olympiasieg 2008 stark verjüngte Mannschaft zuvor gegen die lange Zeit überlegenen Australier gestemmt, deren aggressives Pressing schon nach sechs Minuten zur 1:0-Führung durch Edward Ockenden geführt hatte.

Viele brenzlige Situation musste das DHB-Team danach zunächst überstehen und konnte sich dabei abermals auf Ersatztorwart Tim Jessulat verlassen, der den zum Turnierauftakt vor zwei Wochen verletzten Max Weinhold glänzend vertrat. Australien schien die Deutschen überrennen zu wollen, aber Mitte der zweiten Halbzeit hatte das hohe Tempo offenbar Spuren hinterlassen.

Deutschland konnte die Partie ausgeglichener gestalten und schließlich sogar bestimmen - Lohn war der 1:1-Ausgleich in der 45. Minute durch Moritz Fürste nach einer präzise ausgeführten Strafeckenvariante. Der Hamburger war gemeinsam mit Matthias Witthaus - zwei der drei verbliebenen Weltmeister von 2006 - die treibende Kraft in der deutschen Mannschaft, die in Kapitän Max Müller eine weitere überragende Stütze hatte.

Auszeichnung für Max Müller

Nach dem Ausgleich hatte zunächst der Titelverteidiger die große Chance, die Partie in eine entscheidende Richtung zu lenken, aber Fürste scheiterte kurz vor der australischen Führung mit einer weiteren Strafecke. Dann traf Doerner nach einer taktischen Meisterleistung der Australier, die ihren Strafeckenspezialisten einwechselten, während die Spieler auf die Entscheidung des Video-Schiedsrichters warteten. Es ist nicht erlaubt, nach einer Strafeckenentscheidung einen Akteur einzuwechseln - in diesem Fall schaltete der australische Trainer Ric Charlesworth blitzschnell und damit schließlich goldrichtig.

Der Sieg der Australier war letztlich verdient, obwohl die Deutschen das Spiel bis zum Schluss offen hielten und nach dem Rückstand mit einer weiteren Strafecke am glänzend reagierenden australischen Torwart Burgers scheiterten. Für die jüngste Mannschaft des Turniers blieb so nur der tröstende Applaus der Zuschauer und eine Auszeichnung: Max Müller wurde als bester Abwehrspieler der Weltmeisterschaft ausgezeichnet.

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