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Hockey-WM Dem Druck standgehalten

09.03.2010 ·  Deutschlands Hockey-Herren treffen im WM-Halbfinale auf Europameister England. Das Team von Bundestrainer Weise wurde nach dem 5:2 über Neuseeland in Neu Delhi Gruppensieger, da Holland sein letztes Match gegen Südkorea verlor.

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Die deutschen Hockey-Herren stehen zum elften Mal in Serie im Halbfinale einer Feld-Weltmeisterschaft. Im letzten Gruppenspiel gab sich die verjüngte Auswahl von Bundestrainer Markus Weise am Dienstag beim 5:2 in Neu Delhi gegen Neuseeland keine Blöße und zog wie immer seit 1973 bei einer WM in die Vorschlussrunde ein. Dort ist am Donnerstag Europameister England Gegner der deutschen Elf, die sich dank der 1:2-Niederlage der Niederlande gegen Südkorea sogar noch den Gruppensieg holte. Das EM-Finale 2009 hatte Deutschland im vergangenen September in Amsterdam gegen England 3:5 verloren. Top-Favorit Australien und die Niederlande treten am Donnerstag (16.05 Uhr) zum zweiten Semifinale gegeneinander an.

Christoph Menke, Florian Fuchs, Philip Witte, Moritz Fürste und Matthias Witthaus erzielten die Tore für die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB), deren Traum vom WM-Hattrick damit weiterlebt. „Bis zum 3:0 haben wir ein gutes Spiel gemacht. Dann kam eine wackelige Phase, da sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen“, meinte Weise nach dem aber letztlich verdienten Sieg.

Vorteilhaft in weiß gekleidet

Den Grundstein legte das Team schon vor dem Seitenwechsel. In der Nachmittags-Hitze von Neu Delhi übernahmen die angesichts der hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit vorteilhaft ganz in weiß gekleideten deutschen Herren sofort das Kommando. Nach einer Viertelstunde erzielte der Gladbacher Menke die Führung. Fuchs (Uhlenhorster HSC) erhöhte nach der ersten deutschen Strafecke sieben Minuten vor dem Halbzeitpfiff im Nachschuss auf 2:0. Die knapp 100 mitgereisten deutschen Fans schwenkten fröhlich schwarz-rot-goldene Fähnchen. Tim Jessulat, der erneut für den angeschlagenen Stammkeeper Max Weinhold zwischen den Pfosten stand, hatte bis dahin kaum etwas zu tun. Aber auch das Glück auf seiner Seite, als nach Neuseelands erster Ecke Nick Wilson Sekunden vor der Pause freistehend am leeren Tor vorbeizielte.

In den zweiten 35 Minuten machte sich die DHB-Auswahl durch zahlreiche Fehlpässe das Leben selbst schwer. Zwar sorgte der Hamburger Witte in der 47. Minute für den dritten deutschen Treffer, doch danach kamen die Neuseeländer stärker auf und brachten die deutsche Mannschaft durch Tore von Shea McAleese (50.) und Brian Wilson (54.) in Bedrängnis. Die Nervosität in Reihen des nun etwas ins Wanken geratenen Favoriten legte sich erst, als Fürste (63.) und Witthaus (67.) nach Strafecken für die Entscheidung sorgten.

Endstand Gruppe A
1. Deutschland 5 Spiele / 19:9 Tore / 11 Punkte
2. Niederlande 5 / 15:5 / 10
3. Südkorea 5 / 16:8 / 10
4. Argentinien 5 / 9:11 / 6
5. Neuseeland 5 / 8:12 / 6
6. Kanada 5 / 6:28 / 0

Endstand Gruppe B
1. Australien 5 Spiele / 23:6 Tore /12 Punkte
2. England 5 / 17:12 / 12

3. Spanien 5 / 12:8 / 9
4. Indien 5 / 13:17 / 4
5. Südafrika 5 / 13:28 / 4
6. Pakistan 5 / 9:16 / 3

Halbfinale am Donnerstag
Deutschland - England (13.35 Uhr)
Australien - Niederlande (16.05 Uhr)

Quelle: FAZ.NET mit dpa/sid
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