Titelverteidiger Frankreich ist bei der Handball-WM der Männer in Spanien ausgeschieden. Der Olympiasieger, der in der Vorrunde schon von Deutschland bezwungen worden war, unterlag im Viertelfinale an diesem Mittwochabend in Saragossa Kroatien klar mit 23:30 (12:13). In der Vorschlussrunde treffen die Kroaten, die die Franzosen während des gesamten Spiels auf Distanz hielten, am Freitagabend auf Europameister Dänemark, der sich in seiner Viertelfinal-Begegnung mit 28:26 (18:11) gegen Ungarn durchsetzte.
Die mit fünf Bundesligaspielern angetreten Skandinavier hatten ihren Kontrahenten anfangs nach Belieben beherrscht und lagen nach gut 20 Minuten bereits mit sieben Treffern vorn. Der Vorsprung schmolz, weil sich die Ungarn im zweiten Spielabschnitt deutlich steigerten. Die zweite Semifinalpartie bestreiten Gastgeber Spanien und Außenseiter Slowenien. Die Iberer setzten sich bei ihrer Heim-WM in Saragossa in der Runde der besten Acht gegen Deutschland 28:24 (12:14) durch. Slowenien bezwang in Barcelona im ersten Viertelfinalspiel am Abend Russland knapp mit 28:27 (14:13). Die Russen starteten wesentlich besser ins Spiel.
Sieben Spiele, sieben Siege
Slowenien leistete sich im Spielaufbau in der Anfangsphase viele leichte Abspielfehler und Russland kam über zielstrebige Konter zu seinen Toren. Doch die Slowenen steckten nicht auf und glichen beim Stand von 11:11 wieder aus. Zwischenzeitlich lag der spätere Sieger mit fünf Toren in Front. Doch Russland kam noch einmal heran (26:27). Im Halbfinale gegen Spanien ist Slowenien klarer Außenseiter. Doch der Gastgeber ist gewarnt: Der Gegner hat bisher alle seine sieben Spiele gewonnen.
in Barcelona:
Russland - Slowenien 27:28 (13:14)
Dänemark - Ungarn 28:26 (18:11)
in Saragossa:
Spanien - Deutschland 28:24 (12:14)
Frankreich - Kroatien 23:30 (12:13)