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Handball-Nationalmannschaft Glandorf „irritiert“ Heuberger

Personalsorgen ohne Ende: Nachdem der beste Deutsche für den rechten Rückraum für die WM in Spanien absagt, reagiert der Handball-Bundestrainer „irritiert“. Dabei hatte der DHB eine schwere Verletzung Glandorfs mutmaßlich verschuldet.

© dpa Vergrößern Zuletzt in starker Form: der Flensburger Rückraumspieler Holger Glandorf

Handball-Bundestrainer Martin Heuberger hat in der Kontroverse um die WM-Absage von Holger Glandorf seine Kritik an der Haltung des Rückraumspielers wiederholt. „Wenn ein Spieler so angeschlagen ist, wie er es mir versucht hat, glaubhaft zu machen, muss er auch so konsequent sein und auf Spiele für seinen Verein verzichten. Er ist auf einem Top-Niveau im Moment. Deswegen war ich von der Absage irritiert“, meinte der Bundestrainer an diesem Montag in Leipzig. Deswegen habe er dem 29-jährigen „unterstellt, dass ihm das Feuer fehlt“ für die Nationalmannschaft.

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Heuberger wollte Glandorf unbedingt bei der WM dabei haben. Dafür habe er ihm eingeschränktes Training und weniger Einsatzzeiten zugesagt. „Ich habe versucht, Holger Brücken zu bauen, wo immer es geht“, sagte Heuberger. Glandorf gehöre in die Nationalmannschaft, weil er für der beste Rückraumrechte sei, „den wir in Deutschland haben.“ Glandorf hatte seine letzten Länderspiele Anfang April bestritten.

Seine Achillessehne hatte sich mutmaßlich infolge einer Kortison-Injektion bei diesem Lehrgang der Nationalmannschaft entzündet. Was unspektakulär klingt, wurde für Glandorf zur Tortur. Großflächig mussten Ärzte in drei Operationen entzündetes Gewebe und Knochensubstanz abschaben, so dass er anfangs nicht einmal beschwerdefrei auftreten konnte und unklar war, ob er würde überhaupt wieder auf diesem Niveau spielen können.

Bild Heuberger © dpa Vergrößern Möchte nicht verzichten: Bundestrainer Heuberger wollte Glandorf unbedingt bei der WM dabei haben

Nach Vereinsangaben leidet er nun unter Bluthochdruck und Kreislaufproblemen und kann nur unter ärztlicher Aufsicht trainieren. Zuletzt war er dennoch der überragender Spieler der Flensburger: Beim 29:25-Sieg gegen Frisch Auf Göppingen traf er zehnmal und wurde anschließend von der Handball Bundesliga (HBL) in das „Team des (16.) Spieltages“ gewählt.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
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