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Handball-Manipulationsskandal Karabatic muss vor Gericht

 ·  Der französische Handball-Star Nikola Karabatic muss sich vor Gericht verantworten: Französische Medien berichten übereinstimmend, der zuständige Untersuchungsrichter habe gegen den früheren Kieler Bundesliga-Profi ein Strafverfahren wegen Betrugsverdachts eingeleitet.

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© REUTERS Müssen sich vor Gericht verantworten: Nikola Karabatic (im Foto links) und sein Bruder Luka

Im französischen Wett- und Manipulationsskandal ist ein Strafverfahren gegen den früheren Kieler Handball-Star Nikola Karabatic eingeleitet worden. Neben dem 28-jährigen Olympiasieger von 2012 müssen sich auch dessen Bruder Luka, drei andere aktuelle oder ehemalige Profis des französischen Meisters Montpellier AHB sowie sechs weitere Personen wegen Betrugs vor Gericht verantworten.

Das habe der Untersuchungsrichter nach stundenlangen Anhörungen aller Verdächtigen in Montpellier entschieden, berichteten französische Medien am späten Dienstagabend unter Berufung auf Justizkreise. Den Betroffenen drohen wegen Sportkorruption und Betrugs bis zu fünf Jahre Haft und Geldstrafen von 75.000 Euro.

Neben Nikola und Luka Karabatic müssen sich den Angaben zufolge auch Samuel Honrubia, französischer Nationalspieler und Olympiasieger von 2012, der serbischen Internationale Mladen Bojinovic sowie der slowenische MAHB-Profi Primoz Prost vor Gericht verantworten. Honrubia und Bojinovic waren im Sommer vom Rekordmeister aus Montpellier zu Paris SG gewechselt.

Die Handballer stehen im Verdacht, in der vorigen Saison im MAHB-Trikot ein Meisterschaftsspiel absichtlich verloren zu haben. Damit sollen sie Verwandten und Bekannten nach jüngsten Behördenangaben hohe Wettgewinne von insgesamt angeblich 300.000 Euro ermöglicht haben.

Insgesamt wurden am Dienstag Strafverfahren gegen elf Personen eingeleitet, darunter die beiden Freundinnen der Karabatic-Brüder. Sie alle seien nach der Entscheidung gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Nikola Karabatic, der mit Frankreich zweimal Olympiasieger und zweimal Weltmeister war und in seiner Heimat 2011 zum Sportler des Jahres gewählt worden war, gab seit Bekanntwerden des Skandals noch keine persönliche Stellungnahme ab.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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