27.09.2008 · 2012 wird es keine Handball-Europameisterschaft auf deutschem Boden geben. Der Deutsche Handball-Bund (DHB) hatte sich um eine Doppelveranstaltung mit Frauen- und Männer-Turnier beworben.
Der Deutsche Handball-Bund (DHB) ist mit seiner Doppelbewerbung für die Ausrichtung der Männer- und Frauen-EM 2012 gescheitert. Beim Kongress der Europäischen Handball-Föderation (EHF) in Wien setzte sich bei den Männern Serbien als Ausrichter gegen den DHB und Frankreich durch, die Endrunde der Frauen wird in vier Jahren in den Niederlanden ausgetragen. Neben Deutschland hatten sich auch Serbien und die Ukraine beworben.
„Europa ist für unsere Idee noch nicht bereit gewesen. Wir sind aber nicht enttäuscht, sondern werden es weiter versuchen“, sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier dem sid. Der Deutsche Handball-Bund wollte beide EM-Turniere in einem „Jahr des Handballs“ durchführen. Die anderen Länder, auch Serbien, waren mit Einzelbewerbungen angetreten.
Präsident Lian wiedergewählt
Vor der Vergabe der EM-Turniere stellte die EHF einen Antrag auf Verlegung der Titelkämpfe in ungerade Jahre zurück. Damit findet die EM der Männer wie bisher im Januar gerader Jahre statt. Gescheitert ist der Antrag, dass wie beim Weltverband IHF nur noch das Exekutivkomitee die Auswahl künftiger Turniergastgeber trifft. Damit vergeben weiterhin die Verbände auf dem Kongress die EM.
„Da ist der Weltverband weiter. Trotzdem wurden in Wien kleine Fortschritte gemacht“, meinte Bredemeier. Bereits zum Auftakt des Kongresses am Freitag war EHF-Präsident Tor Lian aus Norwegen bis 2012 in seinem Amt wiedergewählt worden.