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Handball : Deutsches Debakel in der Champions League

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Es war so knapp: Kiel scheitert im Viertelfinale wegen eines einzigen Tores. Bild: dpa

Wieder findet die Finalrunde der Handball-Königsklasse ohne deutsche Beteiligung statt. Der eine Bundesliga-Vertreter im Viertelfinale blamiert sich, der andere scheitert nach einem dramatischen Spiel.

          Zum zweiten Mal hintereinander wird das Finalturnier der Handball-Champions-League ohne deutsche Vereine stattfinden. Mit der SG Flensburg-Handewitt und dem THW Kiel scheiterten am Sonntag die beiden letzten Bundesligisten im Viertelfinale. Die Flensburger waren nach dem 28:28 im Hinspiel beim 17:29 (9:14) beim französischen Club Montpellier AHB chancenlos. Der THW gewann zwar das Rückspiel bei Vardar Skopje 28:27 (13:13), doch das 28:29 aus der ersten Begegnung bedeutete wegen der Auswärtstorregel das Aus. Die Mannschaft von SG-Trainer Maik Machulla zeigte in Südfrankreich eine desaströse Leistung. In der Offensive und in der Defensive lief bei den Norddeutschen kaum etwas zusammen. „Bei so einem Ergebnis müssen wir nicht nach Ausreden suchen“, sagte der Flensburger Routinier Holger Glandorf bei Sky: „Da sind wir ganz alleine dran Schuld.“

          Den Kielern nutzte auch eine engagierte kämpferische Leistung beim Titelverteidiger in Mazedonien nichts. „Wir sind richtig traurig, aber auch stolz“, sagte THW-Spielmacher Domagoj Duvnjak bei Sky. „Wir haben ein überragendes Spiel gemacht, aber das war leider nicht genug.“ Sein Mannschaftskamerad Miha Zarabec ergänzte: „Am Ende hat uns das Glück gefehlt.“ In der Tat hatten sich die Kieler auch von Rückständen nicht entmutigen lassen, kamen immer wieder heran. Doch unter dem Strich agierte Skopje cleverer und hatte in Arpad Sterbik einen überragenden Torhüter.

          Außer Montpellier und Skopje stehen mit Paris St. Germain und dem HBC Nantes zwei weitere Mannschaften aus Frankreich im Finalturnier am 26. und 27. Mai in Köln. Paris setzte sich gegen KS Vive Kielce aus Polen durch, Nantes mit dem früheren deutschen Nationalspieler Dominik Klein eliminierte die Dänen von Skjern HB. Das Finalturnier im EHF-Pokal findet mit drei Mannschaften aus der deutschen Bundesliga statt. Außer dem SC Magdeburg, der die Endrunde am 19. und 20. Mai ausrichtet, haben sich auch die Füchse Berlin und Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen qualifiziert.

          Der Club aus der Hauptstadt holte bereits am Samstag gegen RK Nexe aus Kroatien einen Achttore-Rückstand aus dem Hinspiel auf, gewann 25:16 (14:9). „Wir haben nicht aufgegeben, wir haben Moral gezeigt und ein fast verlorenes Spiel zum Schluss gewonnen“, sagte Füchse-Trainer Velimir Petkovic. Nach dem 30:27 im Hinspiel gewannen die Göppinger am Sonntag auch das zweite Duell mit dem französischen Vertreter Chambéry Savoie HB mit 31:27 (18:13). Der vierte Teilnehmer wurde am späten Abend zwischen Saint-Raphael Var aus Frankreich und BM Granollers aus Spanien ermittelt. Die Auslosung für die Endturniere in der Champions League und im EHF-Pokal finden am 1. Mai statt.

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