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Handball-Bundesliga Herbe Niederlage für Kiel

Der Titelverteidiger und Rekordmeister geht nur als ungewohnter Zweiter in die WM-Pause. Im Duell der Nordlichter gewinnt Flensburg überraschend deutlich gegen Kiel. Neuer Spitzenreiter sind die Rhein-Neckar Löwen.

© dpa Vergrößern Die Flensburger ließen die Kieler nie zur Entfaltung kommen

Was für eine Pleite. Der THW Kiel hat die höchste Niederlage seit mehr als 19 Monaten erlitten und geht nur als Zweiter in die sechswöchige WM-Pause der Handball-Bundesliga. Im letzten Spiel des Jahres kassierte der Titelverteidiger und deutsche Rekordmeister am Mittwoch im Duell der Nord-Rivalen bei der SG Flensburg-Handewitt eine herbe 29:35 (14:19)-Pleite. Durch die zweite Saisonniederlage fiel Kiel hinter die Rhein-Neckar Löwen zurück.

Der Hinrunden-Meister aus Mannheim eroberte die Tabellenführung durch einen sicheren 27:22 (14:11)-Erfolg gegen MT Melsungen zurück. 602 Tage nach der letzten Sechs-Tore-Schlappe durch das 24:30 am 5. Mai 2011 gegen den SC Magdeburg erlebte der THW Kiel in Flensburg ein Debakel. Neun Minuten vor Spielschluss lag das Team, das in der vorigen Saison mit 68:0 Punkten Meister geworden war, beim 23:32 mit unglaublichen neun Toren hinten.

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Vor 6300 frenetischen Anhängern in der Campushalle war Flensburgs Schlussmann Mattias Andersson der Matchwinner. Vor 6300 Zuschauern trafen der weiter in toller Form spielende Holger Glandorf (9) und Anders Eggert (8/2) am besten beim Tabellendritten. Filip Jicha (9/3) warf die meisten Tore für Kiel. Auf dem vierten Rang bleiben die Füchse Berlin, die vor 7379 Zuschauern in der heimischen Max-Schmeling-Halle Neuling TV Neuhausen mit 36:25 (21:15) besiegten. Johannes Sellin traf achtmal für die Berliner.

Als Überraschungsteam hat sich der TSV Hannover-Burgdorf nach einem 37:31 (17:14) gegen den TuS N-Lübbecke auf dem fünften Platz etabliert. Der frühere Meister HSV Hamburg hat abermals nur mit Glück einen Punktverlust verhindert. Hans Lindberg sorgte mit seinem zehnten Treffer in der Schlussminute für den 31:30 (16:17)-Erfolg beim abstiegsbedrohten TV Großwallstadt. Beim Gastgeber hatte der zehnfache Torschütze Maximilian Holst mit dem Treffer zum 28:27 (52.) für die letzte Führung gesorgt.

Flensburger Faust: Anders Eggert und seine Mitspieler freuen sich über den Sieg © dpa Vergrößern Flensburger Faust: Anders Eggert und seine Mitspieler freuen sich über den Sieg

Der SC Magdeburg setzte sich dank zehn Treffern von Robert Weber nach Anfangsschwierigkeiten gegen den Tabellenletzten TuSEM Essen mit 35:25 (14:12) durch. Der TBV Lemgo feierte mit dem 25:22 (13:15) gegen Frisch Auf Göppingen den fünften Sieg in den letzten sechs Spielen. Nach ihrem unerwarteten Punktverlust in heimischer Halle gegen Göppingen präsentierten sich die Rhein-Neckar Löwen in der SAP-Arena wieder souverän. Die 7588 Zuschauer sahen einen engagierten Auftritt, bei dem der 17. Sieg im 19. Bundesliga-Spiel nie in Gefahr geriet.

Zwar ließen die Mannheimer nach dem 19:11 (36.) die Zügel etwas schleifen, doch Melsungen konnte dies nicht nutzen. „Mit der Hinrunde sind wir sehr zufrieden. Wir hätten sicherlich nichts dagegen, wenn wir eine ähnliche Rückserie spielen würden“, sagte Manager Thorsten Storm. Die Spiele in der Bundesliga werden nach der WM in Spanien am 6. Februar fortgesetzt. Zuvor gibt es am 2. Februar das Allstar Game in Leipzig sowie die Viertelfinals im DHB-Pokal.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
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