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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Golf-Masters in Augusta Kaymers „riesiger Spaß“

 ·  Nach dem Triumph von Bubba Watson beim Golf-Masters zieht Martin Kaymer ein positives Fazit - trotz Platz 44. Als kleiner Trost bleibt die Erkenntnis, dass auch andere Größen nicht besser abschneiden.

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© dpa Den Cut überstand Martin Kaymer erstmals in Augusta, dennoch landete er nur im hinteren Mittelfeld

Martin Kaymer hat beim fünften Anlauf beim Golf-Masters in Augusta endlich einmal alle vier Runden mitspielen dürfen. Aber das erstmalige Überstehen des Cuts war nicht die einzige positive Erkenntnis, die der 27 Jahre alte Golfprofi aus Georgia mitnahm: „Die Woche hat mir riesig Spaß gemacht, auch wenn es vom Ergebnis nicht so optimal war. Ich habe viel gelernt und weiß jetzt, dass ich den Platz gut spielen kann. Wenn es auf den Grüns besser läuft, kann ich auch bei diesem Turnier vorne mitmischen.“

Über das Osterwochenende konnte er es noch nicht: Nach Runden von 72, 75, 75 und 72 Schlägen (insgesamt 294) landete der Weltranglistensechste mit 16 Schlägen Rückstand auf die beiden Play-off-Teilnehmer Louis Oosthuizen und Bubba Watson auf dem 44. Platz unter den 62 verbliebenen Spielern. Im Stechen setzte sich der 33-Jährige Watson aus Bagdad in Florida durch und bekam von Vorjahressieger Charl Schwartzel das „Grüne Jackett überreicht“.

Als kleiner Trost bleibt die Erkenntnis, dass der Deutsche nicht der einzige Golfprofi aus den Top Ten der Weltrangliste war, der beim ersten Major des Jahres unter ferner liefen landete: Der große Favorit Tiger Woods belegte nur den 40. Platz (293/72+75+72+74), seine schlechteste Plazierung beim Masters als Profi.

Der englische Weltranglistenerste Luke Donald kam erst am Schlusstag in Schwung (32. mit 291/75+73+75+68). Der zweite Topfavorit, der Nordire Rory McIlroy, die Nummer zwei der Hackordnung, rutschte von Platz drei bei Halbzeit noch bis auf Rang 40 (293/71+69+77+76) ab.

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Der Weg zum Ziel führt manchmal auch über Umwege: Watson mit dem Ball im Wald © AFP Der Weg zum Ziel führt manchmal auch über Umwege: Watson mit dem Ball im Wald

Während Woods, McIlroy und Donald auch mit ihrem Schwung unzufrieden waren, lobte Kaymer vor allem seine spielerischen Fortschritte, die Fähigkeit den Ball auch mit einer seiner natürlich Tendenz entgegenlaufenden Rechts-Links-Kurve, einem Draw, ins Ziel zu steuern: „Spielerisch ist der Platz kein Thema mehr. Ich habe hier noch nie gut geputtet. Deshalb fehlt mir auf den Grün das Selbstvertrauen.“

„Ich habe zu viele kurze Putts vorbeigeschoben“

Dass der PGA-Champion von 2010 auch im Augusta National Golf Club gut spielen kann, zeigt eine Statistik: An den vier Tagen auf dem hügeligen Platz gelangen ihm 16 Birdies, aber ihm unterliefen auch 22 Bogeys, etliche davon durch drei Putts auf den Grüns, im Profigolf eine ganz besonders folgenschwere Fehlleistung.

„Ich habe zu viele kurze Putts vorbeigeschoben“, klagte Kaymer „aber es ich auch schwer, sich auf diesen Grüns aus einem oder eineinhalb Meter dazu zu zwingen, zwei, drei Lochbreiten neben das Loch zu zielen.“

Kaymers Reisestrapazen: „Das ist ein Riesenritt“

Kaymer flog noch am Sonntagabend über New York nach Dubai und von dort weiter nach Kuala Lumpur, wo er von Donnerstag bis Sonntag bei der Malaysian Open antritt. „Das ist ein Riesenritt. Ich bin erst am Dienstagmittag in Kuala Lumpur.“ Die Reisestrapaze wird ihm durch ein hohes Antrittsgeld versüßt.

Es wird gemunkelt, dass er für den in diesem Jahr auslaufenden Zweijahresvertrag eine Million Euro kassiert. Da konnte er es leicht verschmerzen, dass der Lohn beim Masters für seine Verhältnisse bescheiden ausfiel: rund 20.200 Euro.

Endstand des US-Masters in Augusta

1. Bubba Watson (Vereinigte Staaten) 278 (69+71+70+68) Schläge/Stechen 4+4
2. Louis Oosthuizen (Südafrika) 278 (68+72+69+69)/4+5
3. Lee Westwood (England) 280 (67+73+72+68)
3. Matt Kuchar (Vereinigte Staaten) 280 (71+70+70+69)
3. Peter Hanson (Schweden) 280 (68+74+65+73)
3. Phil Mickelson (Vereinigte Staaten) 280 (74+68+66+72)
7. Ian Poulter (England) 283 (72+72+70+69)
8. Padraig Harrington (Irland) 284 (71+73+68+72)
8. Adam Scott (Australien) 284 (75+70+73+66)
8. Justin Rose (England) 284 (72+72+ 72+68)

44. Martin Kaymer (Mettmann) 294 (72+75+75+72)
73. Bernhard Langer (Anhausen) 152 (72+80)

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Jahrgang 1948, Sportredakteur.

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