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Golf-Masters in Augusta Duell auf den letzten Greens

Das Golf-Masters in Augusta ist kurz vor dem Ende zu einem Zweikampf geworden. Martin Kaymer hat den Anschluss hingegen verpasst - und auch der „Tiger“ brüllt nicht.

© AFP In die Knie: Louis Oosthuizen (Südafrika) beim Putten

Peter Hanson und Phil Mickelson haben beim 76. Masters viel Zeit miteinander verbracht. Der 34 Jahre alte Schwede und der sieben Jahre ältere Amerikaner absolvierten die ersten beiden Runden gemeinsam – und auch am Sonntag spielt dieses ungleiche Paar die letzten 18 Löcher des 76. Masters in Augusta zusammen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass einer dieser beiden am Ende des Tages vom südafrikanischen Vorjahressieger Charl Schwartzel das grüne Sieger-Jackett übergestreift bekommt, ist hoch: Im letzten Jahrzehnt ging der Sieg nur zwei Mal an einen Spieler, der die Schlussrunde nicht im letzten Zweier-Flight begonnen hatte. Und natürlich ist der Linkshänder aus Kalifornien der haushohe Favorit auf seinen insgesamt vierten Masters-Titel. „Ich habe sehr viel Selbstvertrauen. Ich bin sehr zuversichtlich. Ich spiele gut und ich putte gut“, sagte Mickelson, „ich liebe es, am Sonntag beim Masters in der letzten Gruppe zu sein. Das ist das Größte im Profigolf.“ Diesen Höhepunkt kennt Mickelson bestens: Drei Mal (2004, 2006 und 2010) nutzte er ihn zum Triumph beim ersten Major des Jahres.

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Der Skandinavier spielt dagegen erst zum zweiten Mal beim Masters mit. Im Vorjahr hatte der 27. der Weltrangliste den Cut verpasst. „Ich werde sicherlich nicht gut schlafen können“, sagte Hanson, der 2010 beim Ryder Cup in Wales im Einzel gegen Mickelson deutlich verloren hatte. „Aber ich habe in den zwei Runden von Mickelson viel gelernt“, sagte der Golfprofi aus Trelleborg. Sollte er seinen bisher vier Erfolgen auf der European Tour einen Major-Titel hinzufügen, wäre es der erste Sieg eines Schweden bei einem der vier Traditionsturniere.

137114466 Favorit: der Amerikaner Phil Mickelson © AFP Bilderstrecke 

Hanson gelang am Sonntag bei herrlichem Frühlingswetter (23 Grad, strahlender Sonnenschein) mit 65 Schlägen die bisher beste Runde des Turniers. Mickelson benötigte nur einen Schlag mehr – und auch im Gesamtergebnis nach drei Runden trennt die beiden Spitzenreiter nur ein Schlag: Hanson 207, Mickelson 208. Und auch die Verfolger können sich noch Chancen ausrechnen: Louis Oosthuizen (Südafrika/209 Schläge), Bubba Watson (210) und Hunter Mahan (beide Vereinigte Staaten/211).

Top-Favoriten verspielen alle Chancen

Dagegen verspielten die beiden als Top-Favoriten gehandelten Profis am Samstag alle Chancen: Der Weltranglistenzweite Rory McIlroy (Nordirland), der bei Halbzeit mit einem Schlag Rückstand auf dem dritten Platz gelegen hatte, fiel nach einer katastrophalen Runde von 77 Schlägen auf den 27. Rang zurück. Tiger Woods ist noch weiter abgeschlagen. Ihm gelang am Samstag wieder nur eine Par-Runde von 72 Schlägen. Auf Rang 38 weist er vor dem Schlusstag schon zwölf Schläge Rückstand auf. Auch die beiden Halbzeit-Spitzenreiter, der 52 Jahre alte Amerikaner Freddie Couples und sein 35 Jahre alter Landsmann Jason Dufner, scheinen aus dem Rennen. Beide rutschten auf Rang elf mit sieben Schlägen Rückstand ab.

Martin Kaymer, der im fünften Anlauf, erstmals den Cut überstanden hatte, verlor am Samstag weiter an Boden. Nach einer weiteren Runde von 75 liegt er mit insgesamt 222 Schlägen auf Rang 48 – und wiederholte das Klagelied vom Vortag: „Selbe Story wie gestern: sehr gut gespielt, aber auf den Grüns viele Chancen ausgelassen, viele kurze Putts vorbei geschoben.“ Dadurch habe er jeden Tag drei, vier Schläge zu viel benötigt.

Die Statistik bestätigte diese Analyse. An den ersten drei Tagen benötigte der 27 Jahre alte Rheinländer 93 Putts, 16 mehr als Hanson und 14 mehr als Mickelson. Auch wenn Statistiken nicht alles sagen: Ein bisschen erklärt es, warum der Weltranglistensechste nach drei Tagen 15 und 16 Schläge Rückstand auf die beiden Spitzenleute aufweist.

Quelle: FAZ.NET

 
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