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Golf-Glosse Ein echter Daly

 ·  Golfer John Daly ist ein Enfant terrible. Nun befördert sich der ehemalige (?) Alkoholiker auch als Werbeträger für einen mit Alkohol versetzten Softdrink dorthin, wo er sportlich schon gelandet ist: ins Abseits.

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© dpa Vergrößern „Ich bin es leid, wenn Leute meinen Namen nutzen, um einen schlechten John Daly zu servieren“

Die Golflegende Arnold Palmer fungiert als Namensgeber eines Softdrinks, der in manchen Regionen der Vereinigten Staaten auch als „Half and Half“ bekannt ist: Er besteht jeweils zur Hälfte aus Eistee und Limonade. John Daly hat sportlich viel weniger erreicht als „King Arnie“, aber dennoch versucht das Enfant terrible, das Lieblingsgetränk des 83-jährigen Idols mit einem Schuss Wodka aufzumotzen.

Der Marketingslogan für „The Original John Daly Cocktail“ war schnell gefunden: In Anlehnung an das sportliche Credo von Daly „Grip it and rip it“ (frei übersetzt: Greif’ den Schläger und hau’ drauf“) lautet es: „Grip it and sip it“ (Greif’ zu und trink’ schlückchenweise).

„Ich trinke keinen Alkohol mehr“, twitterte Daly als Begründung „aber ich bin es leid, wenn Leute meinen Namen nutzen, um einen schlechten John Daly zu servieren. Mein Drink ist klasse.“ Man kann es auch anders sehen: Ein ehemaliger (?) Alkoholiker befördert sich auch als Werbeträger für einen mit Alkohol versetzten Softdrink dorthin, wo er sportlich schon gelandet ist: ins Abseits.

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15.12.2012, 19:18 Uhr

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Von Michael Ashelm

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