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Golden League Weltrekordhalter Powell imponiert

 ·  Starke Sieger und namhafte Verlierer haben den Auftakt der Leichtathletik-Serie Golden League in Oslo geprägt: Norwegens Olympiasieger Andreas Thorkildsen schleuderte den Speer 91,59 Meter weit. Weltrekordhalter Asafa Powell überzeugte über 100 Meter.

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Starke Sieger und namhafte Verlierer haben den Auftakt der Leichtathletik-Serie Golden League in Oslo geprägt. Die Gewinner in elf Disziplinen um Norwegens Speerwurf-Held Andreas Thorkildsen können hoffen, daß sie es im Kampf um den zweigeteilten Jackpot aus einer Million Dollar (rund 806 000 Euro) auf sechs Siege bringen. Die Verlierer um den 18maligen Weltmeister Kenenisa Bekele (Äthiopien) sind im weiteren Verlauf zu einem Siegeszug gezwungen, wollen sie in den Genuß eines Anteils für die neu eingeführten fünf Siege kommen. Für Spannung ist also gesorgt.

Bei insgesamt sechs Jahresweltbestleistungen glänzten am Freitag abend in Oslo bei kühler Witterung Sanya Richards (USA) über 400 Meter (49,82 Sekunden), die Langstrecken-Doppel-Weltmeisterin von Helsinki, Tirunesh Dibaba (Äthiopien), über 5000 Meter (14:30,40 Minuten) sowie der norwegische Olympiasieger Thorkildsen mit 91,59 Metern. „Es war ein Wurf voller Kraft, aber nicht das Maximum. Ich kann es noch besser“, sagte er selbstbewußt.

Den Siegern winken Reichtümer

100-Meter-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika), der nach zwei vorangegangenen Fehlstarts mit 9,96 Sekunden im Vorlauf und 9,98 Sekunden bei Gegenwind im Endlauf imponierte, muß wohl nur den Olympiasieger und Doppel-Welmeister Justin Gatlin (USA) fürchten, der nach der Rückstufung seiner Zeit vom 12. Mai in Doha auf 9,77 Sekunden Weltrekord-Mitinhaber ist. „Ich warte auf Justin und will in diesem Jahr noch Weltrekord laufen“, sagte Powell. Eine Zeit unter 9,70 Sekunden hält er allerdings in diesem Jahr für unmöglich. Im Weitsprung ist Irving Saladino (Panama) derzeit die erste Wahl und verpaßte seinen Saisonbestwert mit 8,53 Meter nur um drei Zentimeter.

Von einem Quartett, daß der Weltverband Iaaf für die sechs Meetings verpflichtet hat, war nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Sprinterin Christine Arron (Frankreich) nur Olympiasieger und Weltmeister Jeremy Wariner (USA) über 400 Meter (44,31 Sekunden) erfolgreich. „Wariner hat den ersten Schritt in seine Golden League mit Stil getan, es war ein gutes Rennen“, meinte der 22jährige über sich. Der 18fache Weltmeister und nur ein Jahr ältere Bekele konnte das nicht von sich behaupten. Er hatte über 5000 Meter gegen Isaac Songok (Kenia/12:55,79 Minuten) keine Chance und rannte fast zweieinhalb Sekunden hinterher - ein ungewohntes Bild für den Ausnahmeläufer.

„Die Zeit ist schlecht, mein Körper nicht in Ordnung“

Der Sieger war selbst überrascht: „Ich dachte nicht, daß es möglich ist, dieses Rennen zu gewinnen. Aber in der letzten Runde fühlte ich mich stark und hatte noch viel Power.“ Bekele, erst am Vortag aus Äthiopien in Oslo eingetroffen, klagte über Schmerzen im Oberschenkel. „Die Zeit ist schlecht, mein Körper nicht in Ordnung. Ich war den ganzen Lauf etwas steif, möglicherweise habe ich zu viel trainiert. Jetzt fliege ich wieder nach Hause und nehme in Paris einen neuen Anlauf“, lautete seine Kampfansage für den 7. Juli.

Bekele ist zwar Weltrekordler über diese Distanz, dennoch liebt er diese 5000 Meter nicht. Im Vorjahr in Helsinki verzichtete er nach seinem Titel über die doppelte Distanz auf einen Start, obwohl er von seinem Landesverband dazu gedrängt wurde. In Oslo wurden Erinnerungen an seine Niederlage bei den Olympischen Spielen in Athen wach, als er nach falscher Renntaktik dem inzwischen zurückgetretenen Doppel- Olympiasieger Hicham El Guerrouj (Marokko) im Spurt unterlag. Auch Hochsprung-Weltmeisterin Kajsa Bergqvist (Schweden) konnte als Vierte die Erwartungen nicht erfüllen, Olympiasiegerin Jelena Slesarenko (Rußland) kam nicht über Rang drei hinaus.

Ergebnisse Leichtathletik, Golden League in Oslo
Männer:

1500 m:
1. Brimin Kiproto (Kenia) 3:36,53 Min.; 2. Yusuf Biwott (Kenia) 3:36,95; 3. Wesley Cheruiyot (Kenia) 3:37,64

Diskuswurf:
1. Virgilius Alekna (Litauen) 68,39 m; 2. Zoltan Kovago (Ungarn) 68,02; 3. Gerd Kanter (Estland) 66,13

Frauen:

200 m:
1. Kim Gevaert (Belgien) 22,58 Sek.; 2. Cydonie Mothersill (Kaimaninseln) 22,87; 3. Julia Guschtschina (Russland) 23,07

400 m:
1. Sanya Richards (USA) 49,82 Sek. JWB; 2. Shericka Williams (Jamaika) 50,93; 3. Novlene Williams (Jamaika) 51,15

5000 m:
1. Tirunesh Dibaba (Äthiopien) 14:30,40 Min. JWB; 2. Ejegayehu Dibaba (Äthiopien) 14:33,52; 3. Edith Masai (Kenia) 14:33,84

Weitsprung:
1. Carolina Klüft (Schweden) 6,67 m; 2. Daniela Lincoln-Saavedra (Schweden) 6,56; 3. Brianna Glenn (USA) 6,28

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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