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Fußball Arena vor dem Aus

06.07.2007 ·  Der hochdefizitäre Bundesliga-Bezahlsender Arena steht vor dem Aus. Nach Informationen der F.A.Z. erwägt Arena, seine Fußballrechte komplett an Premiere zu verkaufen. Ein Weiterbetrieb des Senders gilt damit als unwahrscheinlich. Von Marcus Theurer.

Von Marcus Theurer
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Der hochdefizitäre Bundesliga-Bezahlsender Arena steht möglicherweise vor dem Aus. Nach Informationen der F.A.Z. aus Branchenkreisen, ist der Eigentümer von Arena, der Kölner Kabelnetzkonzern Unity Media bereit, die Live-Rechte für die Fußball-Bundesliga komplett und exklusiv an den bisherigen Rivalen Premiere weiterzuverkaufen. Die Vereinbarung soll bis Mitte 2009 laufen. Premiere will dem Vernehmen nach, für diese sogenannte Sublizenz einen hohen Preis zahlen, der die bisherigen dreistelligen Millionenverluste von Unity Media mit der Bundesliga kompensiert. Auch eine bereits geplante Kapitalbeteiligung von Unity an Premiere von 16 Prozent soll verwirklicht werden. Der Preis für ein Bundesliga-Abonnement könnte nach der Sublizenz-Vereinbarung mit Premiere wieder steigen.

Durch den faktischen Weiterverkauf der Bundesliga an Premiere würde Arena seinen wichtigsten Programminhalt verlieren. Ein Weiterbetrieb des Senders in seiner heutigen Form gilt damit als unwahrscheinlich. Es solle jedoch sichergestellt werden, dass die bisherigen Arena-Kunden mit ihren Digital-Empfängern (Decodern) auch weiterhin die Bundesliga empfangen können, heißt es weiter. So soll die von Arena aufgebaute Übertragungsplattform für das Satellitenfernsehen weiterbetrieben werden.

Einigung noch nicht perfekt

Premiere würde mit der überraschenden Vereinbarung die Bundesliga wieder ganz zurück ins eigene Programm holen. Der Sender hatte die Live-Rechte vor anderthalb Jahren an den neuen Herausforderer Arena verloren, der dafür der Deutschen Fußball Liga (DFL) rund 220 Millionen Euro pro Saison bezahlt. Der Vertrag von Arena mit der DFL läuft noch weitere zwei Spielzeiten. Premiere war durch den Verlust der Bundesliga-Rechte in eine schwere Krise geraten. Der Aktienkurs brach um mehr als die Hälfte ein.

Die sich abzeichnende Einigung zwischen Arena und Premiere ist allerdings noch nicht ganz perfekt. Die Vereinbarung bedarf noch der Zustimmung des Bundeskartellamts. Auf dessen Druck hatten die beiden Sender in den vergangenen Monaten ein früheres Kooperationsmodell überarbeitet. Eine Sprecherin der Behörde sagte am Donnerstag, die Wettbewerbshüter hätten keine grundsätzlichen Einwände gegen die Vereinbarung zwischen Premiere und Arena. Allerdings seien kleinere Fragen noch zu klären. „Der Ball liegt jetzt wieder bei den Unternehmen“, sagte sie. Das Kartellamt werde voraussichtlich bis Mitte Juli entscheiden, ob sie dem Vorhaben beider Sender zustimmt. Die Sprecherin wollte sich inhaltlich nicht zu den Vorschlägen äußern. Auch von Premiere und Unity Media war auf Anfrage keine Stellungnahme zu erhalten.

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