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Für Ironman-Rennen in Deutschland Hundertmarck lebenslang gesperrt

09.06.2007 ·  Der Streit zwischen Kai Hundertmarck und Ironman-Veranstalter Kurt Denk ist eskaliert. Weil der frühere Radprofi vom Team Telekom nicht die eingeforderte Anti-Doping-Erklärung unterschrieben hat, soll er nie mehr beim wichtigsten deutschen Triathlon starten dürfen.

Von Ralf Weitbrecht
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Kai Hundertmarck ist die Lust am Leiden bei seinem Heimrennen abhanden gekommen. "Mir ist der Spaß vergangen", sagt der 38 Jahre alte Triathlet, der seit seinem Weggang vom Team Telekom seit 2004 als Profi auf der prestigeträchtigen Ironmandistanz ein neues Betätigungsfeld gefunden hat. Am 1. Juli, wenn der zur Europameisterschaft aufgewertete Ironman Germany in Frankfurt stattfindet, wird Hundertmarck fehlen. Er hat sich mit Veranstalter Kurt Denk überworfen, sieht sich als Opfer einer "persönlichen Hexenverfolgung" durch den Frankfurter Ironman-Macher.

Nach den Doping-Enthüllungen rund um das einstige Radteam Telekom, in dem Hundertmarck als treuer Helfer von 1996 bis 2003 in die Pedale trat, war Denk in die Offensive gegangen und hatte von allen Frankfurter Profistartern eine eidesstattliche Erklärung verlangt. Von Hundertmarck hat er dieses Dokument am späten Donnerstagabend zugefaxt bekommen, allerdings nicht so, wie von Denk erwünscht.

„Trickserei“

"Er hat uns seine eidesstattliche Versicherung zukommen lassen, welche er eigenmächtig in wichtigen rechtlichen Passagen abgeändert hat. Somit ist seine Versicherung generell wertlos und nichtig. Es ist nicht das, was wir von ihm eingefordert haben. Das entsprechende Verhalten von ihm würde ich mal, vorsichtig formuliert, als Trickserei beschreiben." Die Folge: Denk hat Hundertmarck auf alle Zeiten die Starterlaubnis für Ironman-Rennen in Deutschland entzogen. "Sportler, welche sich solche Mittel zu eigen machen, möchten wir bei Ironman nicht mehr sehen", sagt Denk über Hundertmarck.

Die lebenslang verkündete Sperre betrifft damit nicht nur das Langstreckenrennen in Frankfurt über die klassische Ultradistanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen. Da Denk ein weiteres Rennen in der neuen sogenannten 70.3-Serie am 19. August in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ins Leben gerufen hat, wird Hundertmarck auch hier keine Chance mehr haben, auf der halben Ironman-Distanz sein Können zu zeigen. In Frankfurt ebenso wie in Wiesbaden können sich Profi-Triathleten für die Weltmeisterschaft in Hawaii qualifizieren. Hundertmarck, im Team von Denk unerwünscht bei beiden hessischen Rennen, muss ins Ausland ausweichen, um das Ticket für den Dienstausflug in den Pazifik zu bekommen.

Quelle: F.A.Z., 09.06.2007, Nr. 131 / Seite 29
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Jahrgang 1961, Sportredakteur.

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