13.08.2009 · Am Donnerstag gab es bei den Frankfurt Skyliners einen Überraschungsgast: Cheftrainer Murat Didin. Acht Profis hat er verloren, und ein Spielmacher fehlt auch noch. Dennoch will Didin ein „Topteam“ formen.
Von Jörg DanielsAm Donnerstag gab es bei den Frankfurt Skyliners einen Überraschungsgast: Cheftrainer Murat Didin. Geplant sei die Rückkehr des Türken an diesem Freitag, sagte Sportdirektor Kamil Novak – und traute seinen Augen nicht. Denn pünktlich zum Laktattest der Basketballmannschaft in der Kalbacher Leichtathletikhalle bog Didin um die Ecke und grinste über das ganze Gesicht. Kapitän Pascal Roller hätte den Headcoach sogar erst am Donnerstag der kommenden Woche zurückerwartet. Bis dahin machen die Spieler unter Anleitung der beiden Assistenztrainer Klaus Perwas und Engin Gencoglu Lauf- und Krafttraining.
Didin, der noch nie so früh in Frankfurt zum Saisonstart eingetroffen war, sah gut erholt aus. Er machte auch wie gewohnt Scherze. Es gab jedoch Momente, in denen er angespannt wirkte. Vieles ist neu bei den Skyliners. So neu, dass Roller noch kein Saisonziel ausgeben möchte. „Wir haben viele gute Spieler verloren“, sagt auch Aufbauspieler Jimmy McKinney. Grayson Moyer, Seth Doliboa und Qarraan Calhoun – die Frankfurter Neuzugänge, die seine Landsleute aus den Vereinigten Staaten sind, kennt McKinney nicht. Sein Trainer indes spricht von einem „guten Team“. Eines, das im Vergleich zur Vorsaison mit eingeschränkten finanziellen Mitteln zusammengestellt wurde. Geld spiele aber keine Rolle, sagt Didin. „Wichtig ist, mit wie viel Herz ein Spieler spielt.“
Spielmacher gesucht
Trotz des Weggangs von acht Profis will der Trainer aus den neuen Skyliners ein „Topteam“ formen. Verlassen muss er sich dabei auch auf Spieler, die in der abgelaufenen Runde enttäuschten. Besonders Center Greg Jenkins meldete wegen fehlender Durchsetzungsstärke keinen Führungsanspruch an. Und McKinney bekam oft den Vertrauensverlust von Didin zu spüren. „Es war eine schwierige Saison. Ich hoffe, es wird besser“, so der Amerikaner.
Noch suchen die Frankfurter einen Spielmacher. Roller hätte nichts dagegen, wenn dieser über eine „gewisse Erfahrung“ und über „Talent“ verfüge. „Er sollte führen und am Ende des Spiels Verantwortung übernehmen können“, sagt der Kapitän. Sein Mannschaftskollege Derrick Allen kam am Donnerstag zu spät. Dessen Laufgruppe musste eine halbe Stunde warten. Kein guter Einstieg für den Amerikaner. Aber auf ihn und Roller ruhen vorerst die Hoffnungen der Skyliners auf eine erfolgreiche Saison.