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Extremsport Läufer tragen Sterbenden ins Ziel

19.06.2007 ·  Vier Läufer haben beim „Comrades Marathon" in Südafrika einen Sterbenden über die Ziellinie getragen. „Wir haben uns entschieden, ihn zu tragen, damit er unter elf Stunden bleibt“, sagte einer der Helfer.

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Vier Läufer haben beim Extrem-Langlauf „Comrades Marathon“ in Südafrika einen Sterbenden über die Ziellinie getragen. Der Mann war am Ende des 89 Kilometer langen Laufs von Pietermaritzburg nach Durban im voll besetzten Stadion zusammengebrochen. „Wir haben uns entschieden, ihn zu tragen, damit er unter elf Stunden bleibt“, zitiert die Online-Ausgabe der Zeitung „Mail & Guardian“ aus Südafrika den kanadischen Läufer Carsten Frischmuth, der sich an der Aktion beteiligte.

Etwa einen Kilometer vor dem Ziel habe der Mann, der sie zunächst angefeuert hatte, begonnen zu taumeln. Sanitäter und Ärzte, die den Ohnmächtigen hinter der Ziellinie behandelten, konnten sein Leben nicht retten; er war 34 Jahre alt.

Medizinische Eignungsprüfung wird diskutiert

Der verantwortliche Mediziner des Laufs, Jeremy Boulter, bestätigte, dass damit zwei Teilnehmer gestorben sind. In der Nacht auf Montag starb ein 48 Jahre alter Teilnehmer des Laufes am Herzstillstand; er hatte den Comrades-Marathon bereits 14 Mal bestritten.

In Deutschland sind bei Langläufen allein in diesem Jahr bereits mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Unter Veranstaltern und Sportmedizinern wird deshalb eine medizinische Eignungsprüfung diskutiert.

Auf der Website des Comrades-Marathons gab es am Montag keinen Hinweis auf die Todesfälle. Ein hymnischer Bericht feiert die Erfolge der russischen Teilnehmer. Leonid Schvetsov brach den 21 Jahre alten Streckenrekord und siegte in 5:20,49 Stunden vor Grigory Murzin (5:30,20). Bei den Frauen besiegten die Schwestern Olesya und Elena Nurgaliewa (6:10,11 und 6:10,40) Madina Biktigirowa (6:22,03).

Quelle: F.A.Z., 19.06.2007, Nr. 139 / Seite 35
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