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Europameisterschaft Hockey-Herren scheitert im Halbfinale

03.09.2005 ·  Die deutschen Hockey-Herren haben bei der EM das Endspiel verpaßt. Der Weltmeister unterlag im Halbfinale Spanien 2:3. Deutschland bestreitet das Spiel um den dritten Platz gegen Belgien.

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Für Deutschlands Hockey-Herren ist der Traum vom fünften Europameister-Titel in Serie geplatzt. Im Halbfinale der EM in Leipzig mußte sich die neu formierte Mannschaft von Bundestrainer Bernhard Peters am Samstag dem Favoriten und Angstgegner Spanien unglücklich 2:3 (1:2) geschlagen geben und spielt nach der ersten Niederlage bei einem EM-Championat seit zehn Jahren an diesem Sonntag (10.00 Uhr) gegen Belgien um Platz drei.

Der Außenseiter unterlag 1:5 (0:1) den Niederlanden, die im Endspiel auf Spanien treffen. Beide Finalisten haben sich direkt für die WM 2006 in Mönchengladbach qualifiziert, Deutschland ist dort als Weltmeister gesetzt.

„Bitter, wenn man in der letzten Minute verliert“

Vor knapp 5.000 Zuschauern auf der Anlage des ATV Leipzig waren Treffer von Christopher Zeller (33. Minute) und Matthias Witthaus (39.) zu wenig, um Spaniens Revanche für die Final-Niederlage bei der EM 2003 zu verhindern. Santiago Freixa (9./13.) und der Last-Minute-Treffer von Pol Amat (70.) besiegelten die Niederlage der Hausherren, die von ihren Fans dennoch gefeiert wurden.

„Es ist sehr bitter, wenn man in der letzten Minute verliert. Wir waren nicht kaltschnäuzig genug, so hatten die Spanier das bessere Ende für sich“, sagte Bundestrainer Peters. Torwart Christian Schulte: „Beim dritten Tor ist mir der Ball unten durchgerutscht. Jetzt müssen wir gucken, daß wir schnell wieder auf die Beine kommen, um gegen Belgien den dritten Platz zu sichern.“

Schiedsrichter-Fehlentscheidung

Die junge deutsche Mannschaft, die sechs Bronzemedaillen-Gewinner von Athen ersetzen mußte, hatte sich gegen die erfahrenen und stets unbequem spielenden Spanier sehr viel vorgenommen. Doch die mit ihrem kompletten Olympia-Team angetretenen Iberer spielten ihre ganze Routine aus. Der frühe Doppelschlag durch Freixas Strafeckentore kam den konterstarken Gästen gerade recht. Dagegen reagierten die Hausherren zunächst geschockt, zumal dem zweiten Gegentor eine Schiedsrichter-Fehlentscheidung vorausging.

Erst allmählich kamen die Deutschen auf, weil sie dagegen hielten und die Überlegenheit des Gegners im Mittelfeld unterbinden konnten - und waren nach Zellers Anschlußtreffer wieder voll im Spiel. Björn Emmerling verpaßte kurz darauf den Ausgleich (35.). Den schaffte kurz nach der Pause Witthaus mit seinem vierten Turnier-Tor, als er einen Zeller-Schuß per Stecher verwandelte. Die Spanier brauchten lange, um in die Partie zurückzufinden. Als Philipp Crone (62.) auf der Linie klärte, rechnete alles mit der Verlängerung, doch Amats Tor 47 Sekunden vor Schluß beendete alle deutschen Träume.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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