06.05.2007 · Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der WM in Russland das Viertelfinale verpasst. Mit einem Sieg an diesem Montag gegen Weißrussland kann das Team von Bundestrainer Uwe Krupp noch WM-Neunter werden.
Ohne die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft findet das Viertelfinale bei der Weltmeisterschaft in Russland statt. Vizeweltmeister Tschechien holte sich gegen Rekordweltmeister Kanada durch die 3:4-Niederlage in der Verlängerung den fehlenden Punkt und zog als letzte Mannschaft unter die besten Acht ein.
Nur eine tschechische Niederlage in regulärer Spielzeit hätte der DEB-Auswahl die Chance auf das erste Viertelfinale seit 2003 gelassen. Letzter deutscher Gegner ist am Montag in der Zwischenrunde Weißrussland. (FAZ.NET-Liveticker)
Die letzten Kräfte mobilisieren
Mit einem Sieg gegen die Weißrussen käme das Team von Bundestrainer Uwe Krupp in der Weltrangliste zwar nicht über den elften Platz hinaus, könnte aber den Rückstand auf Rang neun, der zur Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver berechtigt, verkürzen. „Wir können hier bei der WM noch eine einstellige Plazierung erreichen. Damit hat vorher niemand gerechnet“, meinte DEB-Generalsekretär Franz Reindl: „Dann können wir nächstes Jahr in Kanada weiter aufholen. Diese Chance hat sich das Team hier erarbeitet. Und das ist neben dem Klassenerhalt das wichtigste Ergebnis.“
Um gegen die Weißrussen, gegen die sie noch kein Pflichtspiel gewann, eine Chance zu haben, muss die deutsche Mannschaft nach fünf schweren Spielen die letzten Kräfte mobilisieren. „Wir müssen noch mal das Gaspedal voll durchtreten“, forderte Hackert, der nach dem 0:3 gegen die Vereinigten Staaten am Samstag noch zugegeben hatte: „Es ist schon jeder sehr erschöpft.“
„Wir haben unsere Pflicht erfüllt“
Mit der ersten WM-Niederlage gegen die Amerikaner seit 1996 (2:4 in Wien) hatte das junge Krupp-Team die Chance verspielt, aus eigener Kraft ins Viertelfinale zu kommen. Am Sonntagabend drückten Hackert und Co. dann vergeblich den Kanadiern die Daumen, die Tschechen lösten das letzte Ticket für die K.o.-Runde.
Dass es bei der ersten A-WM unter seiner Regie nicht zum ersten Viertelfinaleinzug seit 2003 reichte, störte Krupp wenig. „Ich habe gar nicht über das Viertelfinale gesprochen, das hat nur das Umfeld getan“, sagte der frühere NHL-Star, der mit dem Ziel Klassenerhalt nach Russland gereist war. „Wir haben unsere Pflicht erfüllt und dann noch einen großartigen Sieg gegen die Tschechen geschafft“, sagte Krupp: „Jetzt wollen wir uns mit erhobenem Kopf von diesem Turnier verabschieden.“