18.09.2007 · Nach BMW, Toyota und Ford steht eine weitere spektakuläre Millionen-Beteiligung am Segelwettbewerb America's Cup vor dem Abschluss. Nach F.A.Z.-Informationen streben Audi und Porsche im Doppelpack der Einstieg beim deutschen Segelsyndikat an.
Von Michael AshelmDie Automobilbranche entdeckt den America's Cup. Nach BMW, Toyota und Ford steht eine weitere spektakuläre Millionen-Beteiligung am Segelwettbewerb vor dem Abschluss. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus Kreisen von Audi und Porsche erfahren hat, wird von beiden Konzernen gleich im Doppelpack der Einstieg beim deutschen Segelsyndikat angestrebt. Womöglich wird schon am kommenden Mittwoch die Partnerschaft in München vorgestellt werden.
Vom deutschen Team, welches bei seiner ersten Teilnahme am America's Cup in diesem Jahr vor Valencia sportlich enttäuscht hatte, wollte niemand zu den Spekulationen Stellung beziehen. Durchgedrungen war schon am Wochenende, dass wohl mit der Verpflichtung von Jochen Schümann, dem besten deutschen Segler und ehemaligen Sportdirektor des Schweizer Cup-Siegers "Alinghi", eine wichtige Personalentscheidung für eine erfolgreichere Zukunft gefallen ist. Bislang unterhält der Westerwälder Internet-Milliardär Ralph Dommermuth das Segelteam alleine - zuletzt mit einem Budget nahe 50 Millionen Euro.
Meinungsverschiedenheiten zwischen BMW und Ellison
Währenddessen ist noch nicht entschieden, ob BMW weiterhin die amerikanische Kampagne des Software-Milliardärs Larry Ellison unterstützen wird. Wie zu hören ist, gibt es erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die Herangehensweise von Ellison, der derzeit einen juristischen Streit gegen den Schweizer Titelträger "Alinghi" um das Reglement des nächsten America's Cup verfolgt.
Beim Münchner Konzern wird dies mit Stirnrunzeln verfolgt, lieber sähe man eine schnelle Einigung am Verhandlungstisch. Wie Gerüchte besagen, hält sich BMW anscheinend die Option des Ausstiegs beim Segelteam und eines Einstiegs als Hauptsponsor der gesamten America's-Cup-Veranstaltung offen. Dort hatte sich zuletzt der langjährige Partner Louis Vuitton verabschiedet. Neben "Alinghi" haben bisher fünf Crews aus Spanien, Südafrika, England, Neuseeland und Deutschland für den 33. America's Cup 2009 vor Valencia gemeldet.