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Dopingaffäre Ullrich gab Speichelprobe ab

01.02.2007 ·  Die Speichelprobe von Jan Ullrich ist für die Bonner Staatsanwaltschaft bestimmt, die nun die DNA-Probe mit den in Spanien gefundenen Blutbeuteln mit den Code-Bezeichnungen „Nummer 1“, „Rudys Sohn“ und „Jan“ vergleichen kann.

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Der unter Doping-Verdacht stehende Rad- Profi Jan Ullrich hat am Donnerstag in Konstanz am Bodensee eine Speichelprobe abgegeben. Ullrich-Manager Wolfgang Strohband bestätigte entsprechende Informationen der „Bild“-Zeitung.

Die Speichelprobe ist für die Bonner Staatsanwaltschaft bestimmt, die nun die DNA-Probe mit den im Rahmen des spanischen Dopingskandals gefundenen Blutbeuteln vergleichen kann.

„Nummer 1“, „Rudys Sohn“ und „Jan“

Der in der Betrugsaffäre um den ehemaligen T-Mobile-Kapitän zuständige Bonner Staatsanwalt Fred Apostel hatte am Mittwoch erklärt, in „absehbarer Zeit“ sei mit einem DNA-Abgleich im Fall Ullrich zu rechnen und damit das schriftliche Angebot der Ullrich- Anwälte bestätigt. Ullrich wollte die Speichelprobe nach Angaben seines Sprechers Michael Lang in Konstanz nahe seines Schweizer Wohnorts Scherzigen abgeben.

Mit der Speichelprobe kann nun ein Abgleich mit dem Blut vorgenommen werden, das die spanische Guardia Civil bei ihren Doping- Ermittlungen bei dem Mediziner Eufemiano Fuentes im Mai in Madrid sichergestellt hatte und das Ullrich zugerechnet wird. Apostel wartet auf die von den spanischen Behörden zugesagten Blutbeutel mit den ominösen Code-Bezeichnungen „Nummer 1“, „Rudys Sohn“ und „Jan“. Ullrich bestreitet weiter jeden Kontakt zu Fuentes.

Vorwürfe von Bernard Hinault

Seine Anwälte hatten am Dienstag ein Schreiben vom 22. Januar öffentlich gemacht, in dem sie für ihren in die Doping-Affäre verstrickten Mandanten erklärten, er sei zur Speichelabgabe in Deutschland bereit. Gleichzeitig blockierten die Ullrich-Anwälte durch Widerspruch aber die Weitergabe einer den Schweizer Behörden bereits vorliegenden Speichelprobe im Rahmen eines Rechtshilfe- Verfahrens an die Bonner Staatsanwaltschaft. Durch diese Maßnahme soll laut Ullrich-Anwalt Johann Schwenn die Weitergabe privater Unterlagen verhindert werden, die bei der Hausdurchsuchung im September in der Ullrich-Villa in Scherzingen sichergestellt worden waren.

„Tour-Legende“ Bernard Hinault hatte zuletzt noch einmal schwere Vorwürfe gegen Ullrich erhoben: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist er ein Betrüger. Es liegt an ihm zu beweisen, dass er nicht betrogen hat. Ich bin enttäuscht von ihm. Ich hätte nie gedacht, dass er so etwas machen könnte. Aber man will viel Geld verdienen, da sind alle Mittel recht.“ Hinault, der heute als Repräsentant der Tour vornehmlich für Siegerehrungen zuständig ist, sprach sich gegen einen Tour-Start Ullrichs ohne DNA-Test aus.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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