03.07.2006 · Die Handelsgruppe Würth hat mit sofortiger Wirkung das Sponsoring für das in den Dopingskandal verwickelte Radsportteam Astana-Würth eingestellt. Fünf Fahrer des vormals unter dem Namen Liberty-Seguros-Würth aktiven Teams stehen unter dem Dopingverdacht.
Der schwäbische Schraubenhandels-Konzern von Reinhold Würth steigt mit sofortiger Wirkung als Sponsor des in den jüngsten Dopingskandal verwickelten Radteams Astana-Würth aus. „Das Unternehmen reagiert damit auf die Suspendierung einzelner Fahrer und den damit verbundenen Rückzug des Teams von der Tour de France 2006“, teilte der Konzern am Montag mit.
Nachdem am Samstag bekannt geworden sei, daß der Rennstall um Kapitän Alexander Winokurow nicht an der bedeutendsten Radrundfahrt teilnehmen könne, würden „die Bedingungen des Sponsoringvertrages von Seiten des Team- Eigentümers Active Bay nicht mehr erfüllt“, heißt es in der Pressemitteilung.
Winokurow will Team übernehmen
Würth wollte zum Saisonende sein Engagement als Co-Sponsor sowieso beenden. Der jüngste Skandal, in den auch ein Dutzend Profis des von der Firmengruppe unterstützten Rad-Rennstalls verwickelt sind, hat nun zum sofortigen Ausstieg geführt. Die fünf Fahrer Jörg Jaksche (Ansbach), Allan Davis (Australien), Joseba Beloki, Isidro Nozal und Alberto Contador (alle Spanien) gehörten zum ursprünglichen Tour- Aufgebot. Durch den Ausschluß des Quintetts konnte Astana-Würth mit nur noch vier Radprofis dem Reglement entsprechend nicht starten.
Über die Höhe der Würth-Unterstützung ist nichts bekannt. Hauptsponsor Astana, ein Zusammenschluß der fünf bedeutendsten Unternehmen Kasachstans, soll zehn Millionen Euro pro Saison investieren. Winokurow, ein früherer Teamkollege des ebenfalls ausgeschlossenen früheren Tour-Siegers Jan Ullrich, kündigte an, das Team übernehmen und 2007 die Tour gewinnen zu wollen.