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Diamond League Olympia kann kommen

 ·  Björn Ottos Generalprobe für Olympia gelingt. Der Stabhochspringer gewinnt beim Diamond-League-Meeting in London. Über 100 Meter dominiert Tyson Gay - sein Duell mit Asafa Powell aber platzt.

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© REUTERS Sieg in London: Björn Otto gewinnt beim Diamond-League-Meeting

Stabhochspringer Björn Otto feierte zwei Wochen vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele eine gelungene Generalprobe in London. Beim Diamond-League-Meeting am Freitag im Chrystal-Palace-Stadion siegte der Vizeeuropameister mit 5,74 Meter.

Über 100 Meter gewann der ehemalige Doppel-Weltmeister Tyson Gay in 10,03 Sekunden. Das Duell gegen den Jamaikaner Asafa Powell war nach dessen Absage geplatzt. Egalisiert haben ihre Weltjahresbestzeiten Hürdensprinter Aries Merritt (Vereinigten Staaten) in 12,93 Sekunden und 400-Meter-Hürdenläufer Javier Culson (Puerto Rico) mit 47,80 Sekunden.

Der 34-jährige Otto von Bayer Uerdingen/Dormagen versuchte sich zwar noch an 5,93 Meter, riss die Latte aber dreimal. „Es war windig und regnerisch, doch ich habe gewonnen und deshalb ist das egal“, sagte Otto. „Es war ein guter Test für Olympia.“ Dritter wurde der EM-Zweite Raphael Holzdeppe mit 5,66 Meter vor dem höhengleichen Franzosen Romain Mesnil.

Für Carsten Dilla (Uerdingen/Dormagen) bedeuteten 5,40 Meter Rang fünf. Auch Europameister Renaud Lavillenie (Frankreich) kam nicht höher. Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch (Kornwestheim/Ludwigsburg) kam mit übersprungenen 1,87 Meter auf den siebten Platz.

Liu Xiang verzichtet in London auf einen Start

Der 29-jährige Tyson Gay verwies seinen Landsmann Ryan Bailey (10,09 Sekunden) auf den zweiten Rang, Dritter wurde der Jamaikaner Nesta Carter in 10,13 Sekunden. „Ich will Gold bei den Olympischen Spielen“, sagte Gay, der bei den amerikanischen Trials schon 9,86 Sekunden schnell war. Wenige Stunden vor Beginn des Meetings hat der frühere Sprint-Weltrekordler Asafa Powell wegen Schmerzen in der Leistengegend abgesagt.

Liu Xiang, Chinas bei den Peking-Spielen 2008 gestrauchelter Hürdensprint-Star, hatte in Eugene mit 12,87 Sekunden - allerdings windverstärkt - aufhorchen lassen. In London verzichtete er wegen Rückenproblemen nach 13,27 Sekunden im Vorlauf auf das Finale. Sieger wurde in exzellenten 12,93 Sekunden Aries Merritt, der Weltmeister Jason Richardson (Vereinigte Staaten/13,06) abhängte.

Eine Klasse für sich war über 400-Meter-Hürden Javier Culson. Der WM-Zweite von 2009 lief zum zweiten Mal in diesem Jahr 47,80 Sekunden und hielt den Zeitplatzierten David Greene (Großbritannien/48,10 Sekunden) deutlich auf Abstand.

Weit von einer tollen Zeit entfernt war bei kühler Witterung Doppel-Weltmeisterin Vivian Cheruiyot. Die Kenianerin lief die 5000 Meter in 14:48,86 Minuten. Die großen Olympia-Rivalen des Diskus-Weltmeisters Robert Harting haben den ferngebliebenen Berliner keinen Schrecken eingejagt. Olympiasieger Gerd Kanter (Estland) gewann nur mit mäßigen 64,85 Metern. Der frühere Weltmeister Virgilius Alekna (Litauen) kam als Zweiter auf 63,71 Meter.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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