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Deutschland-Tour Bertagnolli gewinnt dritte Etappe

01.09.2008 ·  Der Italiener Leonardo Bertagnolli hat die dritte Etappe der Deutschland-Tour gewonnen. Der Tagessieger setzte sich auf dem Teilstück von Herrieren nach Wiesloch mit knappem Vorsprung vor einer größeren Verfolgergruppe durch. Columbia-Kapitän Linus Gerdemann behauptete die Gesamtführung.

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Der Italiener Leonardo Bertagnolli hat die dritte Etappe der Deutschland-Tour gewonnen. Columbia-Kapitän Linus Gerdemann behauptete die Gesamtführung. Der Tagessieger vom Liquigas-Team setzte sich auf dem Teilstück von Herrieren nach Wiesloch mit knappem Vorsprung vor einer größeren Verfolgergruppe durch. Zweiter wurde der Kolumbianer Rigoberto Uran, der die Gruppe der Gesamt-Favoriten mit Gerdemann knapp hinter Bertagnolli ins Ziel führte.

In der Gesamtwertung liegt Gerdemann weiter 17 Sekunden vor seinem schwedischen Teamkollegen Thomas Lövkvist, der Tagesdritter wurde. Gesamtdritter bleibt der Slowene Janez Brajkovic (Astana) mit 20 Sekunden Rückstand. Gerdemann hatte als Neunter trotz einiger Attacken auf dem 530 Meter hohen Königstuhl keine Mühe, seinen Vorsprung auf die zeitgleichen Verfolger Lövkvist und Janez Brajkovic zu verteidigen. Die Sprinter um den Pulheimer Gerald Ciolek spielten im Finale keine Rolle.

Ausreißer an der kurzen Leine

Zuvor hatten Milram-Kapitän Christian Knees und Gerolsteiner-Profi Johannes Fröhlinger, der 2009 zum nationalen Rivalen wechselt, die mit 214,9 Kilometern zweitlängste Etappe nach Wiesloch über weite Strecken geprägt. Knapp fünf Stunden lang fuhren die künftigen Team- Kollegen dem Feld voraus, nachdem sie kurz nach dem Start im fränkischen Herrieden erfolgreich attackiert hatten. Zwischenzeitlich erarbeitete sich das Duo ein Zeit-Polster von knapp acht Minuten, doch das Peloton hielt die beiden Ausreißer an der kurzen Leine.

Fothen verliert Zeit nach Sturz

Dank der Tempoarbeit von Columbia schmolz der Vorsprung stetig, im Anstieg zum 530 Meter hohen Königstuhl bei Heidelberg stellten die Favoriten um Gerdemann 26 Kilometer vor dem Ziel die beiden Ausreißer. Pech hatte Gerolsteiner-Kapitän Markus Fothen, zuvor Gesamtelfter, der in der Abfahrt auf regennasser Fahrbahn stürzte und im Ziel 38 Sekunden verlor. Anschließend attackierte ein Trio mit Bertagnolli und Navarro, so dass es nicht zum erwarteten Duell der Top-Sprinter kam.

Fortgesetzt wird die Rundfahrt am Dienstag mit der 4. Etappe von Wiesloch nach Mainz. Das 174 km lange Teilstück verläuft zunächst flach in Richtung Pfälzerwald, wo bei Kilometer 70 und 83 zwei Bergwertungen der dritten Kategorie anstehen. Zum Ziel hin fällt der Kurs ab, sodass die Sprinter erneut auf eine Massenankunft hoffen können.

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