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Davis Cup Haas führt deutsches Team ins Viertelfinale

11.02.2007 ·  Die deutsche Tennis-Nationalmannschaft steht zum ersten Mal seit sechs Jahren im Viertelfinale. Gegen die starken Kroaten machte der überragende Thomas Haas mit einem Erfolg über Ivan Ljubicic im dritten Einzel den entscheidenden Punkt.

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Angeführt vom überragenden Thomas Haas ist die deutsche Tennis-Nationalmannschaft erstmals seit sechs Jahren in das Davis-Cup-Viertelfinale gestürmt. Mit der lautstarken Unterstützung des zweimaligen Champions Boris Becker holte der „Leitwolf“ am Sonntag in Krefeld durch ein 6:2, 7:6 (9:7), 6:4 gegen Ivan Ljubicic den entscheidenden dritten Punkt zum Erstrunden-Sieg gegen Kroatien. In der Runde der letzten Acht trifft das Team von Bundestrainer Patrik Kühnen vom 6. bis 8. April in einem Heimspiel auf Australien oder sie muss nach Belgien reisen.

Australian-Open-Halbfinalist Haas spielte in bestechender Form und feierte im fünften Vergleich mit dem besten Kroaten seinen dritten Sieg. Wie schon am Eröffnungstag der kränkelnde Mario Ancic wurde auch der Weltranglisten-Achte Ljubicic gnadenlos über den Hartplatz getrieben. „Das war mein bestes Spiel im Davis Cup“, hatte der ungewohnt locker und gelöst auftretende Wahl-Amerikaner schon nach seinem ersten Einzel gesagt. Auch gegen den in der Weltrangliste zwei Plätze besser notierten Ljubicic knüpfte er an seine großartigen Vorstellungen in Melbourne an und schaffte im 24. Daviscup-Einzel seinen 18. Sieg.

Kiefer plant Comeback

Körperlich und geistig so fit wie nie nahm der gebürtige Hamburger das Heft sofort in die Hand und kam auch im Tiebreak des zweiten Satzes nicht von seinem Weg ab. Die 4.600 Zuschauer in der ausverkauften Halle ließ der 28-Jährige nie am Überstehen der ersten Runde zweifeln, was der deutschen Mannschaft mit Haas und Nicolas Kiefer letztmals im Februar 2001 in Braunschweig gelungen war.

Der verletzt zuschauende Kiefer will in vier Wochen die Rückkehr auf die Tennis-Tour wagen. Für Indian Wells (9. bis 18. März) plant der seit einem Dreivierteljahr pausierende 29-Jährige sein Comeback. „Die Zimmer sind gebucht“, sagte der Hannoveraner, der an diesem Dienstag nach Marbella reisen und im Camp des früheren Damen- Bundestrainers Klaus Hofsäß trainieren will.

Vorentscheidung im Doppel

Während Haas sich zunächst kaum Fehler erlaubte, haderte der wie in den Tagen zuvor lethargisch wirkende Ljubicic mit seiner eigentlichen Stärke, dem Aufschlag. Selbst darin war ihm Haas über weite Strecken überlegen. Als auch der Tiebreak nach hartem Kampf gewonnen war, machte die deutsche Nummer eins alles klar. Neuling Benjamin Becker konnte dank des überraschend glatten Erfolges unbelastet in sein zweites Davis-Cup-Match gehen.

Die Ära des neuen B. Becker hatte am Freitag vielversprechend begonnen. Zwar konnte der 25-Jährige dem routinierten Ljubicic nach gewonnenem Tiebreak nicht das Wasser reichen. Doch seine erfrischende und bescheidene Art ließen ihn rasch zu einem Sympathieträger im schwarz-rot-goldenen Team werden. „Ist schon super, was der hier zeigt, oder?“ meinte auch der verhinderte Stammspieler Kiefer.

Beckers Besuch als „besonderer Kick“

Das Signal auf Sieg hatte am Samstag das deutsche Doppel mit Alexander Waske und Michael Kohlmann gestellt. „Das war unsere mit Abstand beste Leistung im Doppel“, sagte Kohlmann und strahlte nach dem 6:2, 6:4, 7:6 (7:4) gegen Ancic/Ljubicic mit seinem Kollegen um die Wette. Es war nach sechs Siegen die erste Niederlage für das kroatische Weltklasse-Duo.

„Wir haben nicht einen Breakball zugelassen“, sagte Waske und trug seinen Partner, mit dem er vor einer Woche das Turnier in Zagreb gewonnen hatte, nach dem Matchball auf Schultern. Boris Beckers Besuch sei ein „besonderer Kick“ gewesen, gestand Waske: „Wenn der Baron in die Kabine kommt, ist es sofort mucksmäuschenstill. Dann fühle auch ich mich wieder wie ein Zwölfjähriger.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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