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Dallas Mavericks Nowitzkis Grenzen

 ·  Zum ersten Mal seit seiner Knieoperation steht Dirk Nowitzki von Anfang an auf dem Parkett. Doch selbst die Schlechtesten sind inzwischen besser als die Mavericks. Doch noch ist für Dallas nicht alles verloren.

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© dpa Vergrößern Enttäuschung pur: Dirk Nowitzki spielt wieder, aber Dallas gewinnt nicht

Als der Abend begann, hatte die Stimmung noch etwas Verheißungsvolles. Da begrüßten die 18.000 Zuschauer im American Airlines Center in Dallas Dirk Nowitzki bei der Mannschaftsvorstellung mit großer Begeisterung. Sie freuten sich, dass der - eigentlich - beste Mann der Mavericks zum ersten Mal seit seiner Knieoperation von Anfang an auf dem Parkett stand.

Auch die Ausgangslage hatte etwas Vielversprechendes. Denn der Gegner der Mavericks hatte zumindest auf dem Papier genau das richtige Kaliber. Die New Orleans Hornets gehören nämlich zum Schlechtesten, was die beste Basketball-Liga der Welt dieser Tage aufbietet. Zunächst schien auch alles nach Plan zu laufen. Denn noch im dritten Viertel lagen die Gastgeber mit elf Punkten in Führung. Doch dann traf der Star nicht mehr den Korb.

Die Dallas Mavericks schleppten sich in die Verlängerung und verloren dort, wie schon häufiger in dieser Saison, das Match - diesmal gab es eine 96:99-Heimniederlage. „Ich glaube nicht, dass die Kondition das Problem ist. Es sind mehr die Beine und das Explosive, was man braucht, um rasch die Laufrichtung zu ändern“, hatte der Würzburger noch einen Tag vor dem Spiel gesagt, in dem er dann immerhin 20 Punkte erzielte. Das gewünschte Ergebnis erreichte sein Team dennoch nicht.

Wenn Trainer Rick Carlisle etwas ändern könnte, würde er das sicher tun. Doch auch nach drei Monaten und 34 Begegnungen bastelt er noch immer an einer Mannschaft, die einem alten Sinnspruch folgt: aus der Not eine Tugend zu machen. Während Nowitzkis langer Pause schien er phasenweise ein Team beieinander zu haben, das sich zumindest einen der unteren Playoff-Plätze in der Western Conference erstreiten kann.

Der Zwischenstand vor ein paar Wochen nach einundzwanzig Begegnungen - elf Siege, zehn Niederlagen - war jedoch so etwas wie ein Scheidepunkt. Seitdem hat die Mannschaft in dreizehn Spielen elfmal verloren, und sie ist in der Playoff-Wertung deutlich abgerutscht. Misserfolge wie der am Samstag gegen Schlusslicht New Orleans Hornets sind dabei doppelt schmerzlich.

So deprimiert dürfte sich Carlisle, einer der ausgewiesenermaßen besten Trainer in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga, in seiner Laufbahn noch nicht gefühlt haben. Aber in der Öffentlichkeit lässt er sich das nicht gerne anmerken. „Ich glaube an diese Mannschaft, und ich mag die Jungs“, sagt er und gibt immer wieder die Botschaft aus, von der seine Spieler in den nächsten Wochen zehren sollen: „Es ist wichtig, dass alle zusammenhalten. Wir müssen uns da durchkämpfen.“

Das Ziel ist ziemlich einfach zu skizzieren: Wenn die Mavericks diese Saison nicht endgültig abschreiben wollen, geht es darum, sich vom derzeit zwölften auf den achten Platz der Western Conference vorzuarbeiten. Was theoretisch durchaus möglich scheint. Das Team hat in dieser Saison alle sieben Spiele verloren, bei denen man in die Verlängerung ging. Hätte Dallas davon nur die Hälfte gewonnen, sähe die Ausgangslage erheblich besser aus.

Und auch die Integration von Nowitzki in das ohnehin ziemlich unfertige Gefüge eines aus vielen Noteinkäufen zusammengebastelten Kaders sollte demnächst wieder besser funktionieren. Auch wenn die Statistik derzeit eher entmutigend wirkt: Das Team spielt deutlich effektiver, wenn der 34 Jahre alte Deutsche nicht auf dem Platz steht.

Sport kompakt: Mit dem Buggy durch die Dünen

„Offensichtlich bin ich noch nicht soweit, es ist ein laufender Prozess. Besonders wenn ich 30 Minuten spiele, den Ball kurz vor Ende bekomme und etwas kreieren soll - an dem Punkt bin ich nicht“, sagte Nowitzki. „Es ist frustrierend, enttäuschend. Wir brauchen noch Zeit. Leider haben wir keine Zeit, weil wir so weit hinter dem achten Platz liegen.“ Und der Trainer stellte in Sachen Nowitzki fest: „Ihn in die ersten Fünf zu stellen, die von Anfang an spielen, ist für sich genommen keine Garantie.“

Carlisle hatte sich schon im Sommer keine Illusionen gemacht, als der Kern des Teams auseinanderbrach und ihm einen unbequemen Neubeginn aufnötigte. „Es gibt in dieser Saison keine Pausen. Wir müssen ständig an uns arbeiten. Und zwar an jedem Detail.“

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