http://www.faz.net/-gtl-7499i

Comeback des Jahres : Eine Ehre wie eine Ohrfeige

Tommy Haas: „Comeback des Jahres“ ersetzt keine Olympiateilnahme Bild: REUTERS

Im August 2011 wurde Haas auf Weltranglistenplatz 475 notiert. Mittlerweile steht er auf Rang 21. Dafür wurde er mit der Auszeichnung „Comeback des Jahres“ geehrt. Einen Olympiastart gewährte ihm der DOSB nicht.

          Diese Auszeichnung wirkt wie eine verspätete Ohrfeige für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Der hatte im Sommer eine Nominierung von Tommy Haas für das deutsche Olympiateam abgelehnt, da der gebürtige Hamburger die Kriterien nicht erfüllt hatte. Haas hätte ohnehin nur mit einer Wildcard des Internationalen Tennis-Verbandes (ITF) in London teilnehmen können, doch mit seiner Weigerung verhinderte der DOSB diese Möglichkeit von vornherein.

          Dass Haas, der im Sommer 2011 nach einer mehr als einjährigen Verletzungspause nach einer Hüftoperation sein drittes Comeback als Tennis-Profi gestartet hatte, diese Wildcard bekommen hätte, stand außer Frage, änderte aber nichts an der Entscheidung. Dafür machte der DOSB Ausnahmen bei anderen Sportlern mit der Begründung, dass es sich um Wettkampftypen mit dem unbedingten Willen handele, gut abzuschneiden. Wie sehr das aber bei Haas zu sehen war, hat die ITF nun honoriert.

          Im August 2011 wurde Haas auf Weltranglistenplatz 475 notiert, und sein Versuch, wieder Fuß zu fassen, wirkte nur wie eine Abschiedstournee. Mittlerweile aber kletterte der Deutsche wieder bis auf den 21. Rang hoch, durfte zuletzt als vierter noch aktiver Spieler nach Roger Federer, Rafael Nadal und Lleyton Hewitt seinen 500. Einzelsieg feiern. Zum zweiten Mal nach 2004 - damals nach langer Pause wegen einer Schulteroperation - wurde Haas nun mit der Auszeichnung „Comeback des Jahres“ geehrt. Das hätte einen Olympiastart verdient gehabt - der DOSB sah es anders.

          Quelle: F.A.Z.

          Topmeldungen

          AfD triumphiert im Osten : Frauke Petry gewinnt Direktmandat

          Die AfD hat besonders bei Männern im Osten punkten können. In den neuen Bundesländern ist die rechte Partei zweitstärkste Kraft. In Sachsen ist sie sogar die Nummer eins und gewinnt mehrere Direktmandate.

          Das Comeback der FDP : Triumphale Rückkehr ins Ungewisse

          Nach dem triumphalen Wiedereinzug der Liberalen in den Bundestag muss sich Christian Lindner die Frage stellen: Werden die Freien Demokraten wieder mit Angela Merkel regieren? Die Signale des FDP-Retters sind deutlich.

          SPD-Wahldebakel : Der schlimmste Tag

          Für die SPD ist es das schlechteste Ergebnis seit 1949. Die Partei will sich nun nach der vierten Wahlniederlage seit 2005 rundum erneuern. Eine Konsequenz aus dem Desaster nehmen die Genossen jedoch fast erleichtert auf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.