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Chicago-Marathon „Habe ich gewonnen?"

24.10.2006 ·  Mit den Füßen voran hat Robert Cheruiyot den Chicago-Marathon beendet. Der Kenianer hob vor dem Ziel die Hände zum Jubel, rutschte, als er abbremsen wollte, auf einem Werbe-Aufkleber aus und schlug mit dem Hinterkopf hart aufs Pflaster.

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Mit den Füßen voran hat Robert Cheruiyot am Sonntag den Chicago-Marathon beendet. Der Kenianer hob vor dem Ziel die Hände zum Jubel, rutschte, als er abbremsen wollte, auf einem Werbe-Aufkleber aus und schlug mit dem Hinterkopf hart aufs Pflaster. Das hat er davon: 140.000 Dollar Preis- und Bonusgeld für den Sieg in 2:07,38 Stunden vor seinem Landsmann Daniel Njenga, zwei Nächte im Krankenhaus, aus dem er am Dienstag entlassen werden sollte, und beste Aussicht auf eine halbe Million Dollar Bonus.

Die Ärzte teilten mit, der Läufer habe zusätzlich zu einer Platzwunde eine leichte Blutung der Hirnhaut erlitten; seiner Abreise nach Italien, mit Manager Federico Rosa und seinem Trainer, dem Arzt Gabriele Rosa, stehe aber nichts im Wege.

Das Zielband blieb unversehrt

„Habe ich gewonnen?“ fragte Cheruiyot, nachdem er einige Sekunden lang auf der feuchten Straße gelegen hatte. Die Schiedsrichter beruhigten ihn: Sowohl mit dem Chip am Fuß als auch - wie es die Regel erfordert - mit dem Torso hatte er die Ziellinie überquert. Das Zielband wurde allerdings unversehrt weggepackt. Cheruiyot war darunter hindurchgerutscht.

Die Zukunft dürfte dem 28 Jahre alten Kenianer keine Kopfschmerzen bereiten. In diesem Jahr hat er bereits, wie 2003, den Boston-Marathon gewonnen, in 2:07,14 Stunden, was ihm 125.000 Dollar einbrachte. Mit dem Sieg in Chicago, bei starkem Wind und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, ist er zudem Favorit auf den Jackpot der World Marathon Majors. Der beste Läufer von Boston, London, Berlin, Chicago und New York (5. November) erhält 500.000 Dollar.

Quelle: F.A.Z., 25.10.2006, Nr. 248 / Seite 37
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