28.11.2006 · Nach Schulz' und vor Maskes Comeback hat sich Witali Klitschko zu Wort gemeldet. „Das war nicht gut für den Sport“, sagte der 35jährige zu Schulz' Rückkehr in den Boxring. Ein eigenes Comeback schließt er nicht mehr kategorisch aus.
Henry Maske glaubt, daß Axel Schulz seinen Comeback-Kampf gegen den Amerikaner Brian Minto nach der demütigenden K.o.-Niederlage in der sechsten Runde am liebsten ungeschehen machen würde. „Er würde gerne die Zeit ein paar Tage zurückdrehen“, sagte der ehemalige Weltmeister.
Zur gescheiterten Rückkehr von Axel Schulz (Siehe auch: Peinliche Vorführung im Boxring: Axel Schulz verpatzt Comeback) fand auch der ehemalige Schwergewichtschampion Witali Klitschko klare Worte: „Das war nicht gut für den Sport, das war nicht gut für Axel Schulz - und sicher auch nicht für die Zuschauer, die viel Geld für ihre Karten bezahlt haben.“ Dagegen ist er hinsichtlich der geplanten Rückkehr von Maske zuversichtlich: „Ich bin fest überzeugt: Der Maske schafft es.“
RTL sorgt sich um Maske
Maske bereitet sich zur Zeit in den Vereinigten Staaten bei Trainer Teddy Atlas auf sein Comeback am 31. März in München gegen den Amerikaner Virgil Hill vor. Durch die Niederlage von Schulz sieht er sich nun noch mehr unter Druck gesetzt. „Ich habe mir gewünscht, daß Axel die Situation für uns etwas beruhigt, leider kam es nicht so“, sagte der 42jährige: „Ich liebe es Verantwortung zu tragen, aber sie muß nicht immer so schwer sein.“
Da bei Schulz die Arbeit mit dem amerikanischen Trainer Rick Conti in Florida offensichtlich überhaupt nicht gefruchtet hat, haben der übertragende Fernsehsender RTL und Maskes Manager Werner Heinz laut eines Berichts der „Märkischen Oderzeitung“ Kontakt zu Trainer Manfred Wolke aufgenommen, der den „Gentleman“ einst zur Weltmeisterschaft geführt hatte. „Ich habe mit ihnen über Henry Maske und sein Comeback gesprochen“, erklärte der 63jährige.
Lewis: „Im Moment bin ich zu fett“
Maske hat in New Jersey bereits seinen ersten Trainingskampf über sechs Runden unter Wettkampfbedingungen hinter sich und war mit dem Ausgang sehr zufrieden. Weitere über acht bzw. zehn Runden sollen im Dezember und Januar folgen.
Klitschko selbst läßt sich nach seinem ursprünglichen Dementi für eine Rückkehr in den Ring nun doch noch eine Hintertür offen. Voraussetzung dafür wäre allerdings, daß ein Rückkampf gegen ehemaligen Weltmeister Lennox Lewis möglich wird, gegen den er im Juni 2006 in einem dramatischen Kampf wegen einer Verletzung verloren hatte. „Wenn du wiederkommst, dann bin auch ich bereit, im Ring zu stehen“, habe er Lewis gesagt. Der habe erwidert: „Im Moment bin ich zu fett.“ Der 35 Jahre Witali Klitschko war im November 2005 wegen eines Kreuzbandrisses und chronischer Rückenbeschwerden zurückgetreten.