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Boxen Henry Maske kehrt zu Trainer Wolke zurück

19.12.2006 ·  Henry Maske verläßt die Vereinigten Staaten und kehrt zu Bewährtem zurück. Der frühere Boxchampion bereitet sich nun mit seinem alten Erfolgscoach Manfred Wolke auf sein Comeback vor. Der Vermittler des Deals, Wilfried Sauerland, bleibt aber skeptisch.

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Die Zukunft des Gentleman liegt wieder in bewährten Händen: Der frühere Profibox-Weltmeister Henry Maske bereitet sich für die Revanche gegen WBA-Champion Virgil Hill am 31. März 2007 in München wieder bei Erfolgscoach Manfred Wolke vor - in gewohnter Umgebung in Frankfurt/Oder.

„Es war von Anfang an mein Wunsch, mich mit Manfred Wolke auf den Kampf vorzubereiten. Ich bin sehr froh, daß nach mehreren Anläufen die Zusammenarbeit doch wieder geklappt hat“, sagte der Ex-Champion im Halbschwergewicht. Die Wiedervereinigung möglich gemacht hat Promoter Wilfried Sauerland, der den Comeback seines ehemaligen Kämpfers Maske weiter ablehnend gegenübersteht und deshalb seinen Angestellten Wolke zunächst nicht freigab. „Wir wollen Henry helfen. Aber ich betone: Ich bin
weiterhin gegen dieses Comeback“, sagt Sauerland nun.

„Die beste Lösung für Henry Maske“

„Ich habe ja von beiden Comeback-Kämpfen, vor allem aber von dem von Axel Schulz, nicht viel gehalten. Aber nach Axels Kampf war klar, daß wir nun Henry unterstützen müssen“, sagte der um das Profiboxen in Deutschland besorgte Sauerland und ergänzte: „Er hat in den 90er Jahren mit Wolke zusammen das Profiboxen in Deutschland wieder groß gemacht. Deshalb sind wir es ihm schuldig, daß er bestmöglich vorbereitet in den Kampf geht. Die beste Lösung für Henry Maske ist Manfred Wolke.“

Wolke, der als Maskes Trainer die Nachfolge von Teddy Atlas antritt, sieht der erneuten Partnerschaft ebenfalls optimistisch entgegen: „Das ist ein ganz großer Schritt von Wilfried Sauerland, daß er seine Zustimmung gegeben hat, Henry wieder zu trainieren.“ Wegen der Weigerung Sauerlands hatte Maske, der an diesem Dienstag das Training in Wolkes neuem 300.000 Euro teuren Trainingscamp aufnahm, auf den US-amerikanischen Meistercoach Teddy Atlas ausweichen müssen.

Boxwelten prallten aufeinander

Der frühere Trainer des ehemaligen Schwergewichts-Champions Michael Moorer, der eigentlich nur noch beim US-Sportsender ESPN als Experte arbeiten wollte, hatte sich vom 42-Jährigen in mehreren Gesprächen überreden lassen. Seit Anfang September dieses Jahres arbeiteten die beiden in Hackensack/New Jersey zusammen.

Maskes Manager Werner Heinz kommentierte den Wechsel diplomatisch. „Bei Atlas hat Henry die Phase eins der Vorbereitung absolviert, bei Wolke folgt jetzt die Phase zwei. Das war keine Entscheidung gegen Atlas. Wir mußten aber die Chance beim Schopfe packen“, sagte Heinz. Doch die amerikanische und die europäische Boxwelt prallten bei Atlas und Maske aufeinander. Und schon beim öffentlichen Training im Oktober in Köln zeigte sich, daß Maske in der Ring-Arbeit mit Atlas vieles hinterfragte.

Maske „hinterfragt alles“

„Er ist ein intelligenter Mann. Manchmal ist das im Training hinderlich, weil er alles hinterfragt“, sagte Atlas damals. Unter dem Eindruck des Desasters seines früheren Schützlings Axel Schulz gegen den Amerikaner Brian Minto ergänzte Manfred Wolke: „Der Kampf von Axel hat klar gezeigt, daß die Philosophie der amerikanischen Trainer mit der unseren nicht zu vereinen ist.“ Schulz bereitete sich mit Trainer Rick Conti vor.

Erst vergangenen Mittwoch hatte sich Henry Maske noch bei Dr. Richard Steadman in Vail/Colorado den Innenmeniskus im linken Knie glätten lassen, am Samstag gab es dann noch ein Gespräch mit Teddy Atlas. Danach ging es wieder in die Heimat. Maske: „In Deutschland sind die Reha-Möglichkeiten auch besser.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von sid
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