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Bayern München Hoeneß will keine großen Sprüche machen

23.07.2010 ·  „Es macht gar keinen Sinn, große Sprüche zu machen und nachher zu scheitern“, sagt Bayern-Präsident Hoeneß zu den Münchner Basketball-Ambitionen. Doch der Bundesliga-Aufstieg sei unter Nationaltrainer Bauermann natürlich Pflicht.

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Die Münchner Bayern planen im Basketball den großen Wurf - auch wenn Präsident Uli Hoeneß noch nicht offen darüber sprechen mag. „Es wäre fatal, schon Ziele für die nächsten Jahre zu formulieren. Es macht keinen Sinn, große Sprüche zu machen und nachher zu scheitern. Wir werden nicht mit der Dampfwalze auftreten“, sagte Hoeneß. Der Aufstieg in die Bundesliga ist für den Zweitligaklub unter Leitung von Bundestrainer Dirk Bauermann allerdings Pflicht.

Bauermann sprach am Freitag von einem „unfassbar großen Potenzial, das der Verein und die Region bietet“. Er warnte aber auch vor einem „harten und steinigen Weg. Die Spiele gegen uns werden bei den Gegnern für große Dynamik und Energie sorgen.“ Deshalb erwartet er von seinen Spielern, „dass sie sich 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche mit dieser Idee identifizieren. Professionelles Minimalistentum wird nicht ausreichen.“

„Es wird nicht gekleckert, sondern geklotzt“

Auch Hoeneß wird sich mit Mittelmaß nicht zufrieden geben. Er will Basketball neben Fußball als „zweite starke Sportart“ bei den Bayern etablieren: „Das geht bei Real Madrid und beim FC Barcelona. Und das geht auch beim FC Bayern“, sagte Hoeneß. Zunächst ist das Projekt auf ein Jahr ausgelegt. „Das muss in dieser Zeit fliegen, deshalb wird nicht gekleckert, sondern geklotzt“, verdeutlichte der Bayern-Präsident die Ambitionen für die kommende Saison in der Pro-A-Liga. 4000 bis 5000 Fans pro Spiel sollen in die Münchner Eissporthalle gelockt, Basketball in München hoffähig gemacht werden. Sollte dies nicht gelingen, „wird man sehen, wie es weitergeht“, so der Bayern-Präsident.

Bisher haben die Münchner fünf hochkarätige Spieler verpflichtet: den Serben Aleksandar Nadjfeji und den Amerikaner Beckham Wyrick sowie Artur Kolodziejski, Bastian Doreth und allen voran Nationalspieler Demond Greene. Wichtig ist für Bauermann und Hoeneß dabei auch der deutsche Aspekt: „Wir wollen keinen Retortenklub, der fünf Amerikaner einfliegt. Der deutsche Basketball soll gefördert werden.“

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