24.09.2006 · Australiens Basketball-Damen bezwangen Rußland in Sao Paulo deutlich mit 91:74 und wurden erstmals Weltmeister. Die Amerikanerinnen setzten sich im Duell um Bronze mit 99:59 gegen Gastgeber Brasilien durch.
Australiens Basketball-Damen haben sich zum ersten Mal den Weltmeistertitel erkämpft. Das Team vom Fünften Kontinent setzte seinen beeindruckenden Siegeszug am Sonntag auch im Finale fort und bezwang Rußland in Sao Paulo deutlich mit 91:74 (43:35).
Australien verlor bei der 15. WM keine einzige Begegnung, Rußlands Basketballerinnen gingen dagegen auch im dritten WM-Endspiel hintereinander geschlagen vom Parkett. Mit dem Titel sicherte sich Australien auch einen Startplatz für die Olympischen Spiele 2008 in Peking.
Australien war einfach dran
Die beste Korbjägerin des Endspiels war in der Ibirapuera-Halle in Sao Paulo de Australierin Penelope Taylor mit 28 Punkten. Außerdem verbuchte sie neun Rebounds. Bei den Russinnen überzeugte vor allem die 1,99 Meter große Centerspielerin Maria Stepanowa mit 17 Punkten, 13 Rebounds und viel Kampfgeist.
Australien ist erst die vierte Auswahl, die bei den Damen zu Weltmeister-Ehren kommt. Die Vereinigten Staaten haben sieben Titel auf dem Konto, die Sowjetunion feierte einst sechs Titel, Brasiliens Damen war ein Mal Weltmeister. Der Titelgewinn bestätigt den Aufschwung der Australierinnen in den vergangenen Jahren. Bei Weltmeisterschaften hatten sie zuletzt drei Mal in Serie den dritten Platz belegt. Hinzu kommen Silbermedaillen bei den Olympischen Spielen 2000 und 2004.
Amerika gewann den Trostpreis
Der haushohe Favorit Amerika mußte sich unterdessen mit dem dritten Platz zufrieden geben. Die Amerikanerinnen, die nach 26 WM-Siegen in Serie im Halbfinale an Rußland gescheitert waren, setzten sich im Duell um Bronze mit 99:59 gegen Gastgeber Brasilien durch.
Das amerikanische Team hatte vor dem Halbfinal-Aus bei internationalen Turnieren zuletzt bei der WM 1994 gegen Brasilien verloren. Danach gab es allein bei Weltmeisterschaften 26 Siege in Folge und zwei WM- Titel. In dieser Zeit wurden die Amerikanerinnen auch drei Mal Olympiasieger.