02.09.2006 · Sie wollten den Titel, nun müssen sich die Basketball-Stars aus der NBA mit Bronze begnügen. Einen Tag nach dem Desaster gegen Europameister Griechenland besiegten die Amerikaner im „kleinen Finale“ Argentinien.
Dank einer Galavorstellung von Dwyane Wade haben sich die NBA-Profis der Vereinigten Staaten am Samstag bei der Basketball-Weltmeisterschaft in Japan die Bronzemedaille gesichert. Einen Tag nach der ernüchternden 95:101-Halbfinal-Niederlage gegen Griechenland gewann der dreimalige Weltmeister das „kleine Finale“ gegen Olympiasieger Argentinien mit 96:71 (50:49). Wade erzielte 32 Punkte. Das Endspiel bestreiten an diesem Sonntag (12.30 Uhr/DSF) Europameister Griechenland und Spanien.
Den fünften Platz holte sich Frankreich durch einen 64:56-Sieg über die Türkei, den Gastgeber der WM 2010. Die Franzosen hatten im ersten Plazierungsspiel die deutsche Mannschaft mit 75:73 geschlagen. Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) um NBA-Star Dirk Nowitzki spielt am Sonntag (09.30) gegen Litauen um Platz sieben.
Wade glänzt mit 32 Punkten
Vor 17.000 Zuschauern in der Super Arena von Saitama hatte der von den Griechen entzauberte Favorit Amerika zumindest einige Lehren aus dem Debakel gegen den Europameister gezogen. Den besseren Start erwischten allerdings die Argentinier, die unter der Regie ihres NBA-Stars Manu Ginobili (San Antonio Spurs) nach dem ersten Viertel 27:21 führten und beim 43:34 (16.) sogar einen Neun-Punkte-Vorsprung hatten. Doch dann fanden die US-Boys ihren Rhythmus und erzielten durch einen „Dreier“ von Carmelo Anthony 3,3 Sekunden vor dem Seitenwechsel ihre erste Führung zum 50:49-Pausenstand.
Der zweite Halbzeit stand ganz im Zeichen von Dwyane Wade von den Miami Heat. Der „wertvollste Spieler“ (MVP) der NBA-Finalserie gegen Nowitzkis Dallas Mavericks spielte nach der Pause wie aufgedreht und erzielte 23 seine 32 Punkte im zweiten Durchgang. Imponierend seine Bilanz: Er verwandelte 10 seiner 14 Zwei-Punkte-Würfe und alle drei Dreier-Versuche. Lebron James (22), Anthony (15) und Elton Brand (11) punkteten ebenfalls zweistellig. Für die Argentinier trafen Luis Scola (19) Andres Nocioni (18), Carlos Delfino (13) und Ginobili (10) am besten.