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Basketball Skyliners mit alten Problemen ins neue Jahr

 ·  Es war ein aufregendes Spiel am Ende eines aufregenden Basketballjahres. Die Bundesligabegegnung der Deutsche Bank Skyliners gegen Alba Berlin war ein Schlager zum Abschied von 2006 und hinterließ - genau wie das Jahr - gemischte Gefühle.

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Es war ein aufregendes Spiel am Ende eines aufregenden Basketballjahres. Die Bundesligabegegnung der Deutsche Bank Skyliners gegen Alba Berlin war ein Schlager zum Abschied von 2006 und hinterließ - genau wie das Jahr - gemischte Gefühle. 82:86 verloren die Hessen zwar die Partie, aber in die spürbare Enttäuschung über die Niederlage mischte sich dann doch ein Selbstbewusstsein, für das die Spieler von Trainer Charles Barton in den aufregenden vierzig Minuten gegen Alba hart gearbeitet hatten.

Am Ende des Topspieles gegen den hohen Favoriten aus der Hauptstadt stand keineswegs eine schmerzhafte, deprimierende Niederlage, sondern ein knappes Scheitern nach einer bravourösen Leistung, mit der sich die Mannschaft vor 5000 begeisterten Fans aus dem Jahr verabschiedete. So gab es durchaus berechtigte positive Einschätzungen. „Wenn wir so weiterspielen, wie wir es gegen Berlin getan haben, werden wir sicher die Playoffs erreichen“, sagte Kamil Novak, der Sportdirektor der Skyliners.

Spiel durch Reboundschwäche verloren

Kampfstark und diszipliniert waren die Skyliners gegen die athletisch und taktisch hervorragend aufgestellten Berliner aufgetreten. Davon, dass sie ein Spiel ohne Wenn und Aber bestreiten können, sind die Frankfurter jedoch noch weit entfernt. So stand die Niederlage zum Jahresende vielleicht auch stellvertretend für die Unfähigkeit der Frankfurter, ein Problem zu lösen, das sie nun schon über viele Monate plagt: die Schwäche unter dem Korb. Gegen die physisch und technisch überragenden Berliner bekamen die Skyliners wieder einmal kein Bein auf den Boden, wenn es darum ging, des vom Brett abprallenden Balles habhaft zu werden. Diese Reboundschwäche drückte sich in nachdenklich stimmenden Zahlen aus. 55 Abpraller vom eigenen oder vom gegnerischen Brett bekamen die Alba-Profis zu fassen, die Skyliners kamen nicht einmal halb so oft, nämlich 26 Mal, an den Ball. Trainer Barton blieb auch nicht anderes übrig, als unumwunden zuzugeben: „Das Spiel haben wir heute durch die Reboundschwäche verloren.“

Es bleibt fraglich ob die Frankfurter in den kommenden Wochen in der Lage sein werden, der Lösung dieses Problems näher zu kommen. Zwar ist der Verein weiter auf der Suche nach Verstärkung, aber die scheint sich schwierig zu gestalten. Ein Amerikaner und ein Finne haben kürzlich im Trainingszentrum Basketball-City vorgespielt, aber der passende Spieler scheint nicht dabei gewesen zu sein. Um der größten Problemzone der Hessen eine erfolgversprechende Therapie zu verpassen, müsste eigentlich ein überragender Center her. Die größten unter den Basketballspielern sind aber schwer zu finden.

Tabellennachbar Tübingen als nächstes zu Gast

So haben sich die Skyliners darauf verlagert, ihre eigenen Lösungen zu finden. Was teilweise ganz gut funktioniert. Geschwindigkeit ist ein Hilfsmittel, das die Hessen auch im Spiel gegen Alba recht erfolgreich eingesetzt haben. Die Fastbreaks der Skyliners begeisterten die Fans in der Halle immer wieder. Und der junge Point Guard Rudy Mbemba ist dabei so etwas wie ein Turbo, der die hochtourig laufende Frankfurter Maschine noch zusätzlich befeuert. Der kleine Schwede brachte gegen Berlin unglaublich viel Schwung ins Spiel und war sicherlich ein wichtiger Faktor dafür, dass sich die Frankfurter Profis trotz der Niederlage erhobenen Hauptes aus dem letzten Spiel des Jahres verabschieden konnten. Es gab noch weitere positive Faktoren, die aus dem dritten verlorenen Spiel in Folge die Bitternis nahmen. Alex King beispielsweise bot trotz seiner langen Verletzungspause eine engagierte Leistung, die auch Trainer Barton beeindruckte. „Eine tolle Vorstellung“, sagte Barton.

Am kommenden Sonntag steht den Skyliners das nächste Heimspiel bevor. Gegner in der Ballsporthalle (15 Uhr) ist Tabellennachbar Tübingen. Bis zu diesem Spiel soll auch der Frankfurter Forward Travon Bryant seine Muskelverletzung auskuriert haben, so dass die Skyliners seit langer Zeit zum ersten Mal wieder vollzählig wären.

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