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Basketball-Glosse : Bitte mehr Platz!

  • -Aktualisiert am

Autsch: Stephen Jackson (rechts) verletzt sich beim Wurf - weil er über eine Kellnerin stolpert Bild: AFP

Bei einem Wurf stolpert Stephen Jackson über eine Kellnerin, die vor der ersten Reihe kniet. Er verstaucht sich den Knöchel und kann nicht weiterspielen. Ist die Gesundheit der Spieler nicht wichtiger als das Wohlergehen auf den teuersten Plätzen?

          Ein Basketball-Platz misst in der nordamerikanischen Profi-Basketballliga (NBA) 94 mal 50 Fuß (28,65 mal 15,24 Meter) - und auf diesen knapp 437 Quadratmetern tummeln sich immer gleichzeitig zehn, meist hochgewachsene, schwere Athleten. Dass dieser Raum eng bemessen ist, weiß jeder, der schon mal ein Spiel der NBA gesehen hat.

          Immer wieder landen Spieler im Eifer des Gefechts mitten unter den Zuschauern. Denn die besten Plätze liegen in der NBA direkt am Spielfeldrand. Beim Spiel der New York Knicks versuchte Stephen Jackson von den San Antonio Spurs am Donnerstag nach 2:50 Minuten einen Drei-Punkte-Wurf, machte danach einen Schritt zurück und stolperte über eine Kellnerin, die vor der ersten Reihe kniete.

          Jackson verstauchte sich den Knöchel und konnte nicht mehr weiter spielen. Das Team aus Texas verlor haushoch 83:100. Das Pikante daran: In der ersten Reihe saß der New Yorker Oberbürgermeister Michael Bloomberg, den man nach dem Zwischenfall genüsslich Popcorn knabbern sah. Ob die junge Dame gerade das Stadtoberhaupt bedient hatte, war im Getümmel nicht zu erkennen.

          Aber unabhängig davon, ob indirekt ein Promi schuld war, bleibt die Frage: Was ist wichtiger, die Gesundheit der Spieler oder das Privileg, dass die teuersten Plätze auch hautnah am Geschehen sind? Nicht nur der arme Jackson dürfte der Meinung sein: mehr Platz für die Basketballprofis.

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