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Basketball-Finale Bamberg führt die Ulmer vor

 ·  Die Brose Baskets Bamberg gewinnen das erste Final-Spiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft deutlich mit 98:72. Vor allem die erste Halbzeit verläuft bitter für Außenseiter Ulm.

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© dpa Viel Platz unterm Korb: Bambergs Brian Roberts netzt ein

Es ist so gekommen wie vorhergesagt: Das erste Play-off-Spiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft begannen die Profis von Brose Basket Bamberg mit einem brillanten ersten Viertel. Der Champion bedrängte den Herausforderer ratiopharm Ulm in eigener Halle mit einer intensiven Verteidigung und bestach im Angriff mit einer herausragenden Trefferquote.

Dieser Auftritt bildete den Grundstock für den ersten souveränen, laut Ergebnis demütigenden Sieg (98:72). Nach zehn Minuten, in denen Ulm zumindest seine Klasse hatte aufblitzen lassen, führten die Bamberger schon mit 26:15, zur Halbzeit gar mit 49:28. Die Dominanz unter dem eigenen und vor dem fremdem Korb ließ sich allein an der Statistik ablesen: 21:13 Rebounds für Bamberg, eine Trefferquote (aus dem Feld) von sagenhaften 88 Prozent, während Ulm bei rund 53 lag.

Was Ulms Trainer Thorsten Leibenath in der Verteidigung auch versuchte, ob eine Manndeckung oder der Wechsel in eine Raumverteidigung (3-2-Zone), Bamberg fiel immer eine Antwort ein. Ulm konnte zu keinem Zeitpunkt weder das schnelle, flüssige Passspiel verhindern, noch die Aufbauspieler zu wilden Dribblings verleiten. Deshalb kam der Titelverteidiger zu vielen „freien“ Würfen, die das Team aus allen Positionen nutzte.

Wie zum Beweis für diese Flexibilität begann Center Tibor Pleiß, auf dem Weg in die NBA, in den ersten Minuten mit zwei erfolgreichen Dreipunkte-Würfen. „So kann man ein Spiel nicht anfangen“, sagte Ulms Aufbauspieler Per Günther. „Wir müssen diese Partie so schnell wie möglich vergessen.“ Wer zuerst drei Spiele für sich entscheidet, ist deutscher Meister.

Obradovic ersetzt Herbert bei Alba

Unterdessen hat Alba Berlin seinen Chefcoach Gordon Herbert entlassen. Das bestätigte Manager Marco Baldi der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Amerikaner, aus Frankfurt an die Spree gekommen, wird durch Sasa Obradovic ersetzt werden. Der Serbe spielte zwischen 1994 und 1997 für Alba. Er hat Erfahrung als Bundesligatrainer. Bis 2006 arbeitete er in Köln.

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