Der Saisonauftakt von Titelverteidiger Miami Heat ging gründlich daneben. Zum Beginn der neuen Spielzeit der National Basketball Association (NBA) unterlag der Meister vor heimischer Kulisse den Chicago Bulls sang- und klanglos mit 66:108. Es war mit Abstand der schlechteste Saisonauftakt eines Titelverteidigers in der Geschichte der NBA.
„Willkommen zurück in der Realität. Jetzt weiß jeder, wieviel Arbeit uns noch bevorsteht“, sagte Heat-Coach Pat Riley, der vor der Begegnung ebenso wie seine Spieler die Ringe für die im Juni gewonnene Meisterschaft erhielt. Damals hatte sich Miami mit 4:2 Spielen gegen Dirk Nowitkzi und die Dallas Mavericks durchgesetzt.
Shaquille O'Neal machte nur sieben Punkte
Am Dienstag war von meisterlicher Klasse allerdings wenig zu sehen. Während die Bulls-Stars Kirk Hinrich (26 Punkte) und Chris Duhon (20 Punkte) nach Belieben agierten, blieb Shaquille O'Neal mit sieben Punkten weit unter seinen Möglichkeiten. Das Debüt von Bulls-Guard Thabo Sefelosha - dem ersten Schweizer in der NBA - war dagegen gelungen. Er verwandelte seine sämtlichen Wurfversuche und brachte es am Ende auf elf Zähler.
In zweiten Spiel am Dienstag bezwangen die Los Angeles Lakers die Phoenix Suns auch ohne den verletzten Kobe Bryant mit 114:106. Die Dallas Mavericks absolvieren erst in der Nacht zum Freitag das erste Spiel und trifft dabei auf die San Antonio Spurs.