10.04.2005 · Die Mavericks feierten beim 88:81 gegen Utah den elften Sieg aus den vergangenen dreizehn Basketballspielen und sicherten sich das Heimrecht für die erste Play-off-Runde der NBA.
Perfektionist Dirk Nowitzki war mit seiner Leistung zwar nicht zufrieden, doch die Dallas Mavericks haben sich dank des deutschen Basketball-Nationalspielers das wichtige Heimrecht für die erste Play-off-Runde gesichert. Sechs Spiele vor dem Ende der Punktrunde in der nordamerikanischen Profiliga NBA erreichten die Texaner durch einen 88:81-Sieg über die Utah Jazz frühzeitig ihr Etappenziel. Mit 24 Punkten war Nowitzki am Samstag der beste Werfer.
„Ich bin nicht glücklich über meine Leistung, vor allem im vierten Viertel. Da hab ich einige Male den Korb verfehlt, wie es mir auf keinen Fall passieren darf“, klagte der 2,13 Meter große Würzburger. Nach dem elften Sieg in den vergangenen 13 Spielen und dem 52. Saisonerfolg insgesamt bei 24 Niederlagen ist den „Mavs“ der vierte Platz in der Western Conference nicht mehr zu nehmen. Dieser berechtigt zum Heimrecht in der ersten Play-off-Runde, die am 23. April beginnt.
„Er ist fast verrückt geworden“
Und vor eigener Kulisse ist Dallas seit nunmehr sieben Spielen ungeschlagen. Die bis dato letzte Niederlage im American Airlines Center kassierten Nowitzki & Co vor rund einem Monat mit einem 91:100 gegen die Minnesota Timbervolves.
Daß die Serie auch gegen Utah nicht riß, lag in erster Linie an Nowitzki, den Dallas-Coach Avery Johnson in der ersten Halbzeit sogar für einige Minuten schonte. Neben seinen 24 Punkten holte er neun Rebounds und gab fünf Vorlagen. „Er ist fast verrückt geworden, als ich ihn in der ersten Hälfte rausgenommen habe“, meinte Johnson über seinen ehrgeizigen deutschen Superstar. „Ich bin aber froh, daß er am Ende noch Kraft hatte, als wir sie brauchten.“
Matchwinner hadert mit sich
Denn nach einem 53:68-Rückstand nach dem dritten Durchgang kam der Gegner drei Minuten vor dem Ende bis auf einen Punkt (80:81) heran ran, ehe Nowitzki zwei Freiwürfe verwandelte und anschließend einen Angriff von Utahs Mehmet Okur stoppte. Ein weiterer Freiwurf und eine Vorlage Nowitzkis sorgten für die endgültige Entscheidung.
„Er ist unser Mann“, meinte Mitspieler Jason Terry, während der Matchwinner weiter mit sich haderte: „Ich habe einfach nicht so gespielt wie ich es wollte. Aber Morgen ist wieder ein neuer Tag.“
Auf die erste Play-off-Teilnahme seit 1998 und der Ära von Michael Jordan dürfen sich die Chicago Bulls freuen. Der Serien-Meister der 90er Jahre sicherte sich in der Eastern Conference mit einem 110:97- Sieg über die Toronto Raptors den lang ersehnten Startplatz. Erfolgreichster Spieler war Kirk Hinrich mit 25 Punkten.