Entscheidung vertagt: Die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt haben ihren ersten Matchball nicht nutzen können und müssen wieder um die dritte Final-Teilnahme der Club-Historie bangen. Die Hessen verloren in den Playoffs der Basketball Bundesliga am Dienstagabend Spiel vier der „best-of-five“-Halbfinalserie gegen die Eisbären Bremerhaven mit 69:76 (34:42). Damit fällt die Entscheidung über den Finalgegner von Pokalsieger Brose Baskets Bamberg erst an diesem Donnerstag (20.10 Uhr/Sport 1) in der fünften Partie in Bremerhaven.
Bamberg hatte sich mit 3:0-Siegen gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig durchgesetzt und ist in der diesjährigen K-o.-Runde noch ungeschlagen. Bester Werfer bei den Eisbären war der überragende Louis Campbell mit 20 Punkten, bei den Frankfurtern kam Derrick Allen auf 19 Zähler.
Das Team aus Bremerhaven bewies damit wieder einmal tolle Moral. Schon im Viertelfinale gegen Euro-Challenge-Sieger BG Göttingen hatten die Norddeutschen zweimal zurückgelegen und im entscheidenden fünften Spiel einen deutlichen Rückstand wettgemacht.
Im Gegensatz zur deutlichen 53:79-Pleite am Samstag, als Eisbären-Coach Douglas Spradley im zweiten Viertel seine Stammformation geschont und damit für einen Bruch im Spiel der Eisbären gesorgt hatte, ließ Spradley seine Topleute diesmal die meiste Zeit auf dem Parkett. Spielmacher Louis Campbell spielte durch. Auch Torrell Martin und Nationalspieler Philipp Schwethelm bekamen fast keine Pause.
Bei den Skyliners kehrte Spielmacher Aubrey Reese nach überstandener Verletzung zurück und stand auf Anhieb in der Anfangs-Fünf. Nach Problemen zu Beginn fanden die Hessen Mitte des ersten Viertels ihren Rhythmus und setzten sich leicht ab. Doch die Eisbären ließen sich nicht abschütteln und legten im zweiten Abschnitt den Grundstein für den Erfolg.
Mit neun Punkten in Serie, darunter zwei wichtige „Dreier“ von Campbell, zogen die Gäste auf 42:34 davon. Der Amerikaner war es auch, der das dritte Viertel mit einem weiteren „Dreier“ eröffnete und die Führung der Gäste auf elf Punkte ausbaute (45:34). Zu Beginn der letzten zehn Minuten ging Bremerhaven gar mit 13 Punkten in Führung.
Zwar steckten die Frankfurter nie auf und verkürzten noch einmal auf fünf Zähler (66:71). Die Eisbären ließen sich den Sieg aber nicht mehr nehmen und können am Donnerstag vor den eigenen Fans den erstmaligen Finaleinzug perfekt machen.