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Baseball Rote Socken im siebten Himmel

29.10.2007 ·  Die Boston Red Sox haben zum siebten Mal den Titel in der Major League Baseball gewonnen. Gegen die Colorado Rockies setzte sich das traditionsreiche Team von der Ostküste in der Best-of-Seven-Finalserie mit 4:0 durch.

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Baseball-Boston ist am Ziel - die Red Sox sind neuer Champion der amerikanischen Major League Baseball (MLB). Durch einen 4:3-Erfolg bei den Colorado Rockies im vierten Finalspiel der World Series holte das Traditionsteam von der Ostküste am Sonntag (Ortszeit) in Denver den siebten Titel in der 106-jährigen Vereinsgeschichte.

„Das ist phänomenal. Colorado hat uns alles abverlangt, aber wir haben gegen gehalten“, jubelte Pitcher Jonathan Papelbon, der den Erfolg mit drei erfolgreichen Würfen (Strike-Outs) im neunten Inning sicherte und unmittelbar nach seinem letzten Wurf Fänger (Catcher) und Teamkapitän Jason Varitek in die Arme lief, bevor beide von ihren Mitspielern förmlich erdrückt wurden.

„Die Leute flippen jetzt aus“

In Boston stürmten kurz nach Mitternacht zehntausende Fans auf die Straßen und feierten vor allem rund um das Stadion der Red Sox, den Fenway-Park, ausgiebig den zweiten Titel innerhalb von vier Jahren. „Ich hoffe, die Leute in Boston flippen jetzt aus. Die haben es absolut verdient und sind ein großer Bestandteil unseres Klubs“, meinte Mike Lowell, der zum wertvollsten Spieler (MVP) der Finalserie gewählt wurde.

Baseball: Boston feiert die Red Sox

„Dank an unsere Fans, sie sind immer wie ein zusätzlicher Spieler auf dem Feld. Leider hat es wieder nicht mit dem Titelgewinn zu Hause geklappt“, sagte Varitek. Bereits bei der letzten Meisterschaft 2004 holten die Red Sox die entscheidenden beiden Siege der Serie „Best of Seven“ auswärts.

Ganz spezieller Moment

Vor knapp 50.000 Zuschauern im ausverkauften Coors-Field von Denver gingen die favorisierten Red Sox im ersten Inning durch Jacoby Ellsbury in Führung. Mike Lowell und Bobby Kielty bauten den Vorsprung bis zum achten Inning auf 4:1 aus, ehe Colorados Garrett Atkins im selben Inning durch einen Homerun noch einmal auf 3:4 verkürzen konnte. „Boston war in allen vier Spielen besser“, betonte Rockies-Manager Clint Hurdle. Sein junges Team hatte vor der Finalserie alle sieben Play-Off-Partien gewonnen, gegen die routinierten Red Sox aber letztlich keine Chance.

„Ich bin so stolz auf mein Team, es ist schwer, jetzt die richtigen Worte zu finden. Das ist ein ganz spezieller Moment. Ich konnte im letzten Inning kaum noch atmen. Das lag zum einen an der Höhenluft hier in Denver, vor allem aber an meiner Anspannung“, gestand Bostons Trainer Terry Francona, der wie sieben Spieler bereits bei der Meisterschaft 2004 zum Team gehörte.

Ein Titel für alle Generationen

Damals hatten die Red Sox für das größte Comeback in der Geschichte der MLB gesorgt, als sie im Halbfinale gegen Erzrivale New York Yankees die ersten drei Spielen verloren hatten, die Serie letztlich aber 4:3 gewannen und anschließend im Finale die St. Louis Cardinals 4:0 besiegten. Das war der erste Titelgewinn seit 1918 für den ersten MLB-Meister.

„Unser Titel 2004 war für alle Großeltern, die 86 Jahre warten mussten. Die Meisterschaft jetzt ist für alle“, sagte der strahlende Vorstandsvorsitzende Thomas Werner. Am 30. Oktober 2004 feierten drei Millionen Fans in Boston Mannschaft und Meisterschaft. Ein ähnlicher Ansturm wird auch am Dienstag erwartet, wenn sich die neuen Champions zu Hause im Baseball begeisterten Boston präsentieren.

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