19.01.2013 · Mit einem ganzen Stab von Spezialisten trimmt sich die Elite der Tennisprofis auf ein bisher unerreichtes Niveau - Murray, Djokovic und Co. verblüffen. Und das nicht nur bei den Australian Open.
Von Peter Penders, MelbourneRichtlinien für Lesermeinungen
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"Serve-and-Volley" Spieler a la Stefan Edberg fehlen dem Tennis,
also, ich bin nicht oft der Meinung von Boris Becker. Wirklich nicht.
Aber wo er recht hat, da hat er recht!
Wenn wir mal davon ausgehen, dass die Spieler aus seiner Zeit den
Fitnesszustand heutiger Spieler gehabt hätten, dann glaube ich
auch, dass z.B. Djokovic und Nadal in dieser Ära nicht so
erfolgreich gewesen wären, wie sie es heute sind.
Die Fitness haben heutige Spieler denen von damals in jedem Fall voraus.
Das stimmt. Aber wie sieht es bezüglich Spielwitz,
Kreativität, Ideenreichtum u.ä. aus?
Die heutige Spielergeneration spielt doch meist das Gleiche. Auf
Weltklasseniveau, keine Frage. Das bestreitet auch keiner. Aber wo ist
die Genialität eines John McEnroe? Wo sieht man heute noch so ein
Volley-Spiel wie es ein Stefan Edberg damals zelebrierte? Das
"Chip-and-Charge" Spiel ist auch fast ausgestorben. Oder wo
sind, ganz allgemein gefragt, die "Serve-and-Volley" Spieler
vom Schlag eines McEnroe, Edberg, Stich, Pat Cash, Yannick Noah oder Pat
Rafter, um nur einige zu nennen?
Skepsis, welche Skepsis? Natürlich glaube ich, dass Yoga, gute
Ernährung und Trainingsdisziplin völlig ausreichen, um
mehrstündige Matches bei 42 Grad mit knallharten Schlägen und
höchstem Tempo bis zum Ende durchzuhalten. Wie sollte ich daran zweifeln?
Bitte eine Liste der Produkte, die ich kaufen muss, um meinen Glauben an
die Ethik im Spitzensport zu bekräftigen.
Mit einem ganzen Stab von Spezialisten
und Dr. Ferrari.
"Usain Bolt mit Schläger" passt damit wie die
berühmte Faust auf's Auge. Usain Bolt ist ja auch nur wegen seiner
Gene so schnell und weil er immer gesegnetes Wasser trinkt. Das trifft
dann natürlich auf die anderen jamaikanischen Sprinter zu.