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ATP-Masters in Indian Wells Qualifikant stoppt Federers Siegesserie

12.03.2007 ·  Nach 41 Siegen in Folge hat es Roger Federer erwischt: Der Schweizer Branchenprimus unterlag dem argentinischen Qualifikanten Guillermo Canas. Nur fünf weitere Siege hätten einen neuen Rekord bedeutet. Tommy Haas ist dagegen als einziger Deutscher weiter.

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Branchenprimus Roger Federer muss nach seiner überraschenden Auftaktpleite überraschend schon seine Sachen packen. Während Haas als letzter deutscher Tennis-Profi beim Masters-Turnier in Indian Wells im Rennen blieb, verpasste Federer mit der ersten Niederlage nach 41 Siegen einen Rekord. Der Weltranglisten-Erste verlor in Kaliforniens Wüste am Sonntag (Ortszeit) 5:7, 2:6 gegen den argentinischen Qualifikanten Guillermo Cañas.

Dessen legendärer Landsmann Guillermo Vilas hält mit 46 Erfolgen nun vorerst weiter die längste Siegesserie im Tennis. Cañas war nach seinem Aus in der Qualifikation nur als so genannter Lucky Loser ins Hauptfeld gerückt. Die einstige Nummer acht der Welt war nach seiner 15-monatigen Dopingsperre in der Weltrangliste gar nicht mehr notiert und belegt nach seinem Comeback im vorigen September derzeit Rang 60.

Federer: „Ich habe kein Problem damit“

Haas hatte nach einem Freilos in seinem Auftaktmatch gegen den französischen Doppel-Spezialisten Michael Llodra dagegen keine Probleme und besiegte den Linkshänder 6:4, 6:1. Nächster Gegner des Hamburgers ist der Russe Teimuras Gabaschwili. Eine Überraschung verpasste Philipp Kohlschreiber beim 6:1, 5:7, 6:7 (1:7)
gegen Argentiniens Top-Mann David Nalbandian. Martina Müller unterlag der favorisierten Serbin Jelena Jankovic 2:6, 4:6.

Federer nahm seine erste Pleite seit dem 16. August vergangenen Jahres wie ein echter Champion: gelassen, selbstkritisch und mit Respekt für den Gegner. „An den Rekord habe ich nie gedacht, ich denke nur von Spiel zu Spiel. Es war nur eine normale Niederlage, wie es mir schon 100 Mal auf der Tour passiert ist. Ich habe kein Problem damit“, sagte Federer und lobte Cañas: „Er hat sehr gut gespielt. Ich denke, ich war nicht so schlecht. Ich habe aber meine Riesenchancen nicht genutzt. Es lief einfach gegen mich.“

500. Profisieg nun erst in Miami möglich

Der Favorit plagte sich außerdem mit verrutschten Verbänden an den Füßen und mit Blasen. Cañas schaffte nach 98 Minuten als erster Lucky Loser seit 1996 das Kunststück, eine Nummer eins zu besiegen.

Im vorigen Jahr hatte Federer nur fünf seiner 97 Matches verloren, den vier Niederlagen gegen Rafael Nadal folgte in Toronto eine weitere gegen den Schotten Andy Murray. Danach sammelte der Schweizer schon wieder sieben Turniersiege, zuletzt in Dubai, wo er Haas im Halbfinale stoppte. Den 500. Sieg seiner Profikarriere kann Federer nun frühestens beim nächsten Masters-Turnier in Miami feiern.

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