27.07.2007 · Der Ton rund um den America's Cup verschärft sich. Der Titelträger „Alinghi“ reagierte abwehrend auf eine Drohung des amerikanischen Software-Milliardärs Larry Ellison. Ein Engagement Jochen Schümanns beim „Team Germany“ wird indes immer fraglicher.
Der Ton zwischen den Streitparteien beim America's Cup verschärft sich. Auf die Drohung des amerikanischen Software-Milliardärs Larry Ellison, vor dem Obersten Gerichtshof von New York schon im nächsten Jahr eine Segelregatta gegen den Titelträger „Alinghi“ in unüblichen Katamaranbooten zu erzwingen, reagieren die Schweizer abwehrend.
„Totaler Unfug. Dieser Mann kann nicht verlieren und soll sein juristisches Gebaren aufgeben“, so Fred Meyer, der Vize-Kommodore der Société Nautique de Genève, des Heimatklubs von „Alinghi“, über Ellison. Der Besitzer des Syndikats „BMW Oracle Racing“ will sich nicht dem Protokoll der siegreichen Schweizer unterordnen, das er als unfair bezeichnete.
Zusage der Deutschen wird erwartet
Unbenommen davon war am Mittwoch bekanntgeworden, dass „Alinghi“ 2009 wieder vor Valencia den Cup aussegeln will, kombiniert mit zwei Vorregatten im nächsten Jahr. Neben den Spaniern haben sich bislang mit den Crews aus Südafrika, England und Neuseeland vier Herausforderer gefunden. Gerechnet wird demnächst auch mit der Zusage der Deutschen.
Ein Engagement des dreimaligen Olympiasiegers Jochen Schümann beim „Team Germany“ wird indes offenbar immer fraglicher. Auch gut drei Wochen nach Ende des 32. America's Cup haben noch immer keine Gespräche zwischen den Deutschen und dem Penzberger über eine mögliche Zusammenarbeit bei der 33. Auflage stattgefunden.
Schümann hatte die älteste Sporttrophäe der Welt mit der Schweizer Yacht Alinghi zuletzt zweimal in Folge gewonnen. „Es hat noch kein Gespräch gegeben, weiter möchte ich dieses Thema nicht kommentieren“, sagte Team-Germany-Chef Michael Scheeren. Schümann steht bei Alinghi noch bis Ende des Monats unter Vertrag und wird auch mit dem amerikanischen Syndikat BMW Oracle Racing in Verbindung gebracht.