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Abschluss der Basketball-EM Zweiter Sieg für deutsche Basketballer

 ·  Die deutschen Basketballer haben bei der EM mit dem erhofften Erfolgserlebnis einen versöhnlichen Abschied aus Slowenien geschafft.

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© dpa Vergrößern Am Ball: Deutschlands Alex King

26 Stunden nach dem Vorrunden-K.o. gegen Großbritannien feierte das junge deutsche Team beim 80:76 (31:30) über Israel den zweiten Sieg und beendete das Turnier als Fünfter der Gruppe A.

Die Auswahl von Bundestrainer Frank Menz zeigte zwar wieder eine Vorstellung voller Höhen und Tiefen, in der Schlussphase sorgten Tibor Pleiß mit einem krachenden Dunk und Robin Benzing sowie Lucca Staiger an der Freiwurflinie für die Entscheidung. Beste deutsche Werfer waren Per Günther und Staiger mit jeweils 15 Punkten. Dennoch bleibt für die Korbjäger des Deutschen Basketball Bundes durch das erste Aus in der ersten Runde seit 18 Jahren ein enttäuschendes EM-Fazit. Die Israelis hatten in NBA-Profi Omri Casspi (22) ihren besten Werfer und verspielten durch ihre vierte Niederlage die letzte Chance auf die Zwischenrunde.

„Wir wollen das Spiel unbedingt noch gewinnen“, meinte Kapitän Heiko Schaffartzik vor dem ersten Sprungball. Zunächst starteten Israelis aber mit dem Ziel Zwischenrunde schwungvoller, vor allem Günther hielt das deutsche Team mit einem Dreier und schönem Anspiel auf Niels Giffey im Spiel. Der Ex-Münchner Yotam Halperin narrte die deutsche Defensive jedoch mehrfach, so dass Menz beim 8:15 nach fünf Minuten die erste Auszeit nahm. „Ihr müsst den Ball an den Korb kriegen, nicht nur von außen werfen“, forderte der Coach.

Selbst die sonst reboundschwachen Israelis dominierten zunächst unter den Körben. Erst zu Beginn des zweiten Viertels führte in Staiger ein Distanzschütze sein Team langsam wieder heran. Nach knapp 17 Minuten sorgte Karsten Tadda mit seinen ersten Turnierpunkten zum 25:24 für die erste Führung seit der Anfangsphase. Diese verteidigte das deutsche Team in einem Spiel mit zahlreichen Ballverlusten auf beiden Seiten. „Wir haben wirklich eine gute Einstellung gezeigt, obwohl es nicht mehr um viel geht“, sagte Staiger, mit zehn Punkten bester deutscher Scorer zur Halbzeit.
Mit Distanztreffern bauten Schaffartzik, Robin Benzing und Günther die Führung nach der Pause langsam aus, zwischenzeitlich lagen die Menz-Männer mit acht Zählern vorne. Zwar hielten die Israelis die Partie spannend, besonders Tadda sorgte aber immer wieder für Stimmungsdämpfer auf der gegnerischen Bank.

Der israelischen Mannschaft war der Druck deutlich anzumerken, die deutschen Korbjäger spielten hingegen befreit auf und zeigten die bei den Niederlagen gegen Belgien, Ukraine und die Briten häufig vermisste Spielfreude. Doch mit unnötigen Turnovers machten sich Günther und Co. das Leben selbst schwer und verspielte in einer zerfahrenen Schlussphase fast noch einen Vorsprung von neun Punkten.
 

Deutschland - Israel 80:76 (31:30)

Deutschland: King (ALBA Berlin), Giffey (Connecticut Huskies) 2, Günther (ratiopharm Ulm) 15, Zwiener (Eisbären Bremerhaven) 4, Schaffartzik (Bayern München) 9, Tadda (Brose Baskets Bamberg) 9,
Staiger (Bayern München) 15, Pleiß (Laboral Kutxa Vitoria) 14, Benzing (Bayern München) 12, Doreth (Artland Dragons), Seiferth (TBB Trier), Zirbes (Brose Baskets Bamberg)

Israel: Limonad, Nissim 2, Hanochi, Eliyahu 16, Casspi 22, Pnini 10, Ohayon 4, Halperin 16, Kozikaro, Green 6, Kadir

Zuschauer: 2940
 

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