Home
http://www.faz.net/-gtl-7acuj
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

24-Stunden-Rennen Simonsen stirbt nach Unfall in Le Mans

Beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans stirbt Allan Simonsen an den Folgen eines Unfalls. Der 34 Jahre alte Däne erliegt im Krankenhaus seinen Verletzungen. Es war der erste tödliche Unfall in Le Mans seit 1997.

© AP Allan Simonsen

Der dänische Rennfahrer Allan Simonsen ist beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans am Samstag tödlich verunglückt. In der dritten Runde des Rennens, am Ausgang der Terte-Rouge-Kurve, verlor Simonsen die Kontrolle über seinen Aston Martin Vantage GTE und schlug mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanke ein. Zum Start des Rennens neun Minuten zuvor waren Schauer über der Strecke niedergegangen. Der Randstein, über den Simonsen mit seinem Auto beschleunigte, bevor er die Kontrolle verlor, war nass.

Christoph  Becker Folgen:

An diesem Streckenabschnitt fahren die Piloten mit etwa 170 Stundenkilometer auf die Hunaudières-Gerade, einen Streckenabschnitt, der den Rest des Jahres als Landstraße genutzt wird. Die Leitplanke, in die Simonsen einschlug, ist an dieser Stelle nur wenige Meter entfernt. Vom Einschlag, bei dem die Fahrertür abgerissen wurde, gibt es keine Aufnahmen. Das Fahrzeug schleuderte auf die Fahrbahn zurück. In der Folge gab es eine Safety-Car-Phase, die fast eine Stunde andauerte.

Der Veranstalter des Rennens, der Automobile Club de l’Ouest, teilte mit, Simonsen sei im Medical Center an der Strecke seinen Verletzungen erlegen. „Wir bedauern den Zwischenfall zutiefst und möchten Allan Simonsens Famillie und allen, die im nahe standen, unser Beileid aussprechen.“ Das Rennen wurde fortgesetzt, auch das Aston-Martin-Team, mit vier weiteren Autos im Rennen vertreten, setzte seinen Einsatz fort. Teamchef David Richards sagte, dies sei der Wunsch von Simonsens Familie gewesen.

Es war der erste tödliche Unfall in Le Mans seit 1997, als der Franzose Sebastien Enjolras im Pre-Qualifying verunglückte. Der zuvor letzte Todesfall im Rennen ereignete sich 1986, als der Österreicher Jo Gartner starb. Simonsen ist der 21. Fahrer, der in Le Mans während eines Rennens starb. Zum dritten Mal gab es in der Tertre-Rouge-Kurve einen Unfall mit tödlicher Folge. Zudem ereignete sich in Le Mans 1955 das bislang folgenschwerste Unglück im Motorsport, als der Mercedes-Pilot Pierre Levegh in einer Kollision die Kontrolle verlor und in die Zuschauerränge flog. 83 Zuschauer kamen ums Leben, 120 wurden verletzt.

Simonsen galt als erfahrener Pilot, der in Dänemark 1999 die Formel Ford gewonnen hatte. Er war zum achten Mal in Le Mans am Start und stand auf der Pole-Position der GT-Amateur-Klasse. In dieser Klasse starten in den Drei-Mann-Teams mindestens zwei Amateure. Simonsen ergänzte als Profi seine Landsleute Christoffer Nygaard und Kristian Poulsen. Er wurde 34 Jahre alt.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
IndyCar-Unfall Früherer Formel-1-Pilot Wilson im Koma

Bei einem IndyCar-Rennen ist der ehemalige Formel-1-Pilot Justin Wilson schwer verunglückt. Nach Angaben der Rennserie befindet der Brite sich mit schweren Kopfverletzungen in einem kritischen Zustand. Mehr

24.08.2015, 11:30 Uhr | Sport
Viele Tote LKW stürzt Abhang hinab

Ein Lastwagen mit dutzenden Schulkindern und Lehrern an Bord ist an einem Abhang in Peru verunglückt. Mehr

09.06.2015, 10:43 Uhr | Gesellschaft
Gleitschirm-Unfall Deutsche Urlauberin rutscht aus Gurt und stürzt in den Tod

Vor den Augen ihrer Ausbilder ist eine 53 Jahre alte Frau aus Hessen in den Tod gestürzt. Das Unglück ereignete sich am Freitag bei einem Schulungsflug in der Nähe von Wörgl in Tirol. Mehr

28.08.2015, 22:29 Uhr | Gesellschaft
Verunglückte A320 Germanwings-Geschäftsführer bestätigt Flugzeugabsturz

Eine Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings mit 150 Menschen an Bord ist in Südfrankreich abgestürzt. Das hat die Airline bestätigt. Man gehe davon aus, dass es keine Überlebenden gebe. Mehr

24.03.2015, 14:28 Uhr | Gesellschaft
Alpen In diesem Sommer viele tödliche Unfälle

Wanderer, Bergsteiger, Mountainbiker: Allein in Österreich sind in diesem Sommer 87 Bergsportler ums Leben gekommen. Fachleute nennen zwei wesentliche Gründe. Mehr Von Stephanie Geiger

23.08.2015, 20:30 Uhr | Gesellschaft

Veröffentlicht: 22.06.2013, 18:51 Uhr

Schweigen und denken

Von Achim Dreis

Werde, der du bist. Ohne Handy, ohne Internet, ohne Fernsehen. Die deutschen Volleyballer absolvieren ein besonderes Trainingslager. Der Höhepunkt folgt zum Schluss. Mehr 1