07.02.2010 · Gutes Golf ist keine Frage des Alters: Am Sonntag gewann der 46-jährige Miguel Angel Jiménez die Dubai Desert Classic. Auch die Nächstplazierten waren keine Jungspunde. Martin Kaymer hatte auf den beiden Schlusslöchern Pech.
Von Wolfgang SchefflerGutes Golf ist keine Frage des Alters: Am Sonntag gewann der 46-jährige Miguel Angel Jiménez die Dubai Desert Classic. Der Spanier aus Mlaga setzte sich im Stechen gegen den Engländer Lee Westwood am dritten Extra-Loch durch. Für die 72 Löcher hatten beide 277 Schläge (11 unter Par) benötigt. Der 36-jährige Weltranglistenvierte aus Worksop hatte an den ersten beiden Löchern des Stechens den Sieg knapp verpasst, ehe der Andalusier mit einem Par seinen 16. Sieg auf der europäischen Tour feierte und dafür 296.000 Euro kassierte. Den dritten Platz belegte der 41-jährige Thailänder Thongchai Jaidee (278 Schläge).
Martin Kaymer hatte auf den beiden Schlusslöchern Pech. Am 17. Loch sprang sein Ball von der Lochkante, am 18. Loch blieb der Ball nach dem Birdie-Putt fünf Zentimeter vor dem Loch liegen. Dennoch: Neben dem benachbarten Abu Dhabi, wo Kaymer 2008 und vor zwei Wochen gesiegt hatte, ist auch der Emirates Golf Club in Dubai für den 25-jährige Mettmanner ein gutes Pflaster.
Vor zwei Jahren war er in Dubai nur dem Weltranglistenersten Tiger Woods unterlegen, im Vorjahr hatte er den vierten Platz belegt. Das gelang ihm auch in diesem Jahr. Am Schlusstag schob sich der Rheinländer mit 70 Schlägen noch vier Plätze nach vorne. Er teilte sich mit 279 Schlägen mit dem Italiener Edoardo Molinari den vierten Platz, der mit 82.191 Euro dotiert war.
Kaymer ist damit mit einer Gewinnsumme von 344.370 Euro, die er in nur drei Turnieren verdiente, hinter dem Südafrikaner Charl Schwartzel (6 Turniere – 525.013 Euro) Zweiter der europäischen Geldrangliste. Der Ratinger Marcel Siem glänzte am Schlusstag nur auf den zweiten neun Löchern, die er in fünf Schlägen unter Par absolvierte. Mit insgesamt 288 Schlägen reichte das für den mit 11.741,60 Euro dotierten geteilten 38. Rang.
Ein glänzende Leistung bot der sechzigjährige Amerikaner Tom Watson. Der Zweite der vorjährigen British Open, der in dieser Saison bereits auf der amerikanischen Champions Tour einen Sieg gefeiert hatte, spielte bei schwierigen Bedingungen mit ständig wechselnden Winden mit 68 Schlägen eine der besten Schlussrunden. Am Ende belegte der einstmals beste Golfer der Welt gemeinsam mit dem Schweden Henrik Stenson den achten Platz.