http://www.faz.net/-gtl-77fbr
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 05.03.2013, 15:30 Uhr

120,6 Millionen für Quarterback Flacco Rekorddeal mit Fast Food

Joe Flacco, Quarterback des Super-Bowl-Siegers Baltimore Ravens, unterschreibt einen Vertrag, der ihm in sechs Jahren 120,6 Millionen Dollar einbringt. Noch nie bekam ein Spieler in der NFL mehr Geld.

© REUTERS Sieg im Super Bowl XLVII: Flacco nach dem Finalsieg mit der Vince Lombardi Trophy

Nach der Unterschrift unter den 120-Millionen-Dollar-Handel gönnte sich Joe Flacco am Drive-In eines Schnellrestaurants lediglich ein kleines Menü. Der nun bestbezahlte Profi in der Historie der National Football League (NFL) hatte schon bei der Verkündung der Vertragsverlängerung keine großen Töne angeschlagen. In Sweat-Shirt und Jeans trat der 28 Jahre alte Quarterback des Super-Bowl-Champions Baltimore Ravens am Montag vor die Medien und sagte: „Es ging nie in erster Linie ums Geld und all das.“ Beim Blick auf die Summe gehe ihm jedenfalls „nichts“ durch den Kopf. Flacco erhält jetzt auf alle Fälle die Rekordsumme von insgesamt 120,6 Millionen Dollar (92,64 Millionen Euro) für sechs Jahre. Die bisherige Bestmarke in der NHL lag bei 120 Millionen Dollar für den New Orleans-Quarterback Drew Brees aus dem vergangenen Jahr.

„Ein unglaublicher Wettkampftyp“

Flacco hatte durch herausragende sportliche Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Er führte die Ravens Anfang Februar zum 34:31-Finalsieg über die San Francisco 49ers, glückselig hielt er die Trophäe danach in den Händen. Er wurde dazu zum wertvollsten Spieler gekürt. Flacco ist auch der erste Starting Quarterback in der NFL-Geschichte, der es in den ersten fünf Karrierejahren seit seinem Engagement bei den Ravens jeweils in die Play-offs schaffte. „Er ist ein unglaublicher Wettkampftyp“, sagte sein Trainer John Harbaugh lobend. Flacco sei „ein bedeutsamer Grund dafür“, dass Baltimore in den vergangenen fünf Jahren in den Play-offs war, dreimal im Halbfinale der NFL gestanden habe und nun Super-Bowl-Gewinner sei, betonte Vereins-Manager Ozzie Newsome.

Bild Joe Flacco © AP/dpa Vergrößern Joe Flacco: „Es ging nie in erster Linie ums Geld und all das“

Schon im vergangenen Jahr wollte der Klub den Ausnahmespieler mit einem neuen Kontrakt ausstatten. Medienberichten zufolge sollen ihm damals 15 Millionen Dollar jährlich geboten worden sein. „Ich dachte, ich sei einfach mehr wert“, sagte er rückblickend. Flacco lehnte damals dankend ab, holte den begehrtesten Pokal im American Football und setzte nun seine Unterschrift unter die neue Vereinbarung.

Auf die Frage, ob er nun etwas Verrücktes mit dem Geld anstellen werde, antwortete Flacco: „Das bezweifle ich. Ich schaue drauf und lächle ein bisschen.“

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Kinocharts Atemstillstand im Kino

Suicide Squad bleibt an der Spitze der deutschen Kinocharts. In den amerikanischen Kinos startet der Horror-Schocker Don’t Breathe auf Platz eins. Mehr

29.08.2016, 20:47 Uhr | Feuilleton
Beeindruckendes Spektakel Athleten springen aus 27 Metern in die Tiefe

In der italienischen Stadt Polignano a Mare sind beim Wettbewerb im Klippenspringen Athleten aus elf Nationen angetreten. Aus einer Höhe von 21 bzw. 27 Metern über dem Meeresspiegel stürzten sich die Sportler in die Adria. Mehr

30.08.2016, 08:08 Uhr | Sport
Streaming-Dienste Amazon und Internet-Radio sichern Lizenzen für Musik-Abos

Amazon geht in den Wettbewerb mit Spotify und Apple: Der Internet-Händler arbeitet dafür mit diesem Internet-Radio zusammen. Mehr

29.08.2016, 09:28 Uhr | Wirtschaft
Testspiel gegen Finnland Abschied von Schweinsteiger

Das Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Finnland wird das Abschiedsspiel von Kapitän Bastian Schweinsteiger sein. Der 32-jährige blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück. Mehr

29.08.2016, 18:56 Uhr | Sport
Concours d’Elegance Aus lauter Liebe zum alten Auto

Die Parade im amerikanischen Pebble Beach ist der beste Platz, um das Auto zu feiern, zu staunen und um es zu kaufen. Doch dann sollte Geld keine Rolle spielen. Hier kosten schon betagte Käfer 71.500 Dollar. Mehr Von Boris Schmidt

29.08.2016, 16:59 Uhr | Technik-Motor

Ladenhüter Länderspiel

Von Christian Kamp

Bastian Schweinsteigers Abschied von der Nationalmannschaft wollen nur wenige Zuschauer sehen. Das ist zwar traurig. Doch der DFB muss sich dafür an die eigene Nase fassen. Mehr 7 71