Home
http://www.faz.net/-gtl-77fbr
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

120,6 Millionen für Quarterback Flacco Rekorddeal mit Fast Food

Joe Flacco, Quarterback des Super-Bowl-Siegers Baltimore Ravens, unterschreibt einen Vertrag, der ihm in sechs Jahren 120,6 Millionen Dollar einbringt. Noch nie bekam ein Spieler in der NFL mehr Geld.

© REUTERS Vergrößern Sieg im Super Bowl XLVII: Flacco nach dem Finalsieg mit der Vince Lombardi Trophy

Nach der Unterschrift unter den 120-Millionen-Dollar-Handel gönnte sich Joe Flacco am Drive-In eines Schnellrestaurants lediglich ein kleines Menü. Der nun bestbezahlte Profi in der Historie der National Football League (NFL) hatte schon bei der Verkündung der Vertragsverlängerung keine großen Töne angeschlagen. In Sweat-Shirt und Jeans trat der 28 Jahre alte Quarterback des Super-Bowl-Champions Baltimore Ravens am Montag vor die Medien und sagte: „Es ging nie in erster Linie ums Geld und all das.“ Beim Blick auf die Summe gehe ihm jedenfalls „nichts“ durch den Kopf. Flacco erhält jetzt auf alle Fälle die Rekordsumme von insgesamt 120,6 Millionen Dollar (92,64 Millionen Euro) für sechs Jahre. Die bisherige Bestmarke in der NHL lag bei 120 Millionen Dollar für den New Orleans-Quarterback Drew Brees aus dem vergangenen Jahr.

„Ein unglaublicher Wettkampftyp“

Flacco hatte durch herausragende sportliche Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Er führte die Ravens Anfang Februar zum 34:31-Finalsieg über die San Francisco 49ers, glückselig hielt er die Trophäe danach in den Händen. Er wurde dazu zum wertvollsten Spieler gekürt. Flacco ist auch der erste Starting Quarterback in der NFL-Geschichte, der es in den ersten fünf Karrierejahren seit seinem Engagement bei den Ravens jeweils in die Play-offs schaffte. „Er ist ein unglaublicher Wettkampftyp“, sagte sein Trainer John Harbaugh lobend. Flacco sei „ein bedeutsamer Grund dafür“, dass Baltimore in den vergangenen fünf Jahren in den Play-offs war, dreimal im Halbfinale der NFL gestanden habe und nun Super-Bowl-Gewinner sei, betonte Vereins-Manager Ozzie Newsome.

Bild Joe Flacco © AP/dpa Vergrößern Joe Flacco: „Es ging nie in erster Linie ums Geld und all das“

Schon im vergangenen Jahr wollte der Klub den Ausnahmespieler mit einem neuen Kontrakt ausstatten. Medienberichten zufolge sollen ihm damals 15 Millionen Dollar jährlich geboten worden sein. „Ich dachte, ich sei einfach mehr wert“, sagte er rückblickend. Flacco lehnte damals dankend ab, holte den begehrtesten Pokal im American Football und setzte nun seine Unterschrift unter die neue Vereinbarung.

Auf die Frage, ob er nun etwas Verrücktes mit dem Geld anstellen werde, antwortete Flacco: „Das bezweifle ich. Ich schaue drauf und lächle ein bisschen.“

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Dirk Nowitzki Die große Mumie

Vor der Saison sollte Dirk Nowitzki von Dallas zu den Houston Rockets wechseln – nun treffen die Teams in den NBA-Playoffs aufeinander. Die erste Partie in der Nacht zum Sonntag (3.30 Uhr) wird eine der letzten Gelegenheiten sein, den Basketballstar live zu erleben. Mehr Von Jürgen Kalwa, New York

18.04.2015, 20:51 Uhr | Sport
Super Bowl 2015 New England Patriots schlagen Seattle Seahawks

Die New England Patriots haben beim Super Bowl 28:24 gegen die Seattle Seahawks gepunktet. Sebastian Vollmer, Football-Profi bei den Patriots, ist dabei der erste Deutsche, der den Super Bowl gewinnt. Mehr

02.02.2015, 21:53 Uhr | Sport
Ronaldo, Messi und Co. Warum die Gehälter der Fußballstars explodieren

Vor fünf Jahren lagen die Einkünfte der Topstars noch etwa bei der Hälfte. Inzwischen verdienen die Hauptdarsteller des Fußballs so viel wie die Stars in Hollywood. Dafür gibt es gute Gründe. Mehr Von Michael Ashelm

14.04.2015, 12:07 Uhr | Sport
Puppy Bowl Hundewelpen haben eigenen Super Bowl

Beim Puppy Bowl in New York sind Hundewelpen in der Hauptrolle. Mit dem nachgestellten Football-Spiel sollen Menschen dazu animiert werden, Tiere aus Tierheimen zu holen und nicht im Laden zu kaufen. Mehr

28.01.2015, 11:57 Uhr | Gesellschaft
Deutscher Eishockey-Bund Neubeginn oder Insolvenz

Präsident Reindl versucht, den wirtschaftlich angeschlagenen Deutschen Eishockey-Bund zu sanieren. 2026 sollen Nationalteams wieder um Medaillen spielen. In den Landesverbänden stößt sein Reformkurs aus Skepsis. Mehr Von Marc Heinrich, Frankfurt

17.04.2015, 15:35 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 05.03.2013, 15:30 Uhr

Bitterer Europarekord

Von Daniel Meuren

Der FFC Frankfurt hat nach einem Vier-Runden-Spaziergang das Finale der Champions League erreicht. Die ernsthafte Konkurrenz hat sich derweil gegenseitig eliminiert. Die Uefa muss dringend über eine Setzliste nachdenken. Mehr 2